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12.08.2016 | Originalien | Ausgabe 3/2017 Open Access

Zeitschrift für Rheumatologie 3/2017

Das erste Biologikum bei rheumatoider Arthritis: Einflussfaktoren auf die Therapieentscheidung

Zeitschrift:
Zeitschrift für Rheumatologie > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Dr. D. Pattloch, A. Richter, B. Manger, R. Dockhorn, L. Meier, H.-P. Tony, A. Zink, Dr. A. Strangfeld
Wichtige Hinweise

Redaktion

U. Müller-Ladner, Bad Nauheim
U. Lange, Bad Nauheim

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziele

Biologika (bDMARDs) werden seit 2001 zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt, in der Regel nach Versagen mindestens eines konventionellen synthetischen (cs)DMARDs. Wir untersuchten Einflussfaktoren auf die Therapieentscheidung für ein erstes bDMARD oder ein weiteres csDMARD im zeitlichen Verlauf.

Material und Methoden

Analysiert wurden die Daten von 9513 bDMARD-naiven Patienten des deutschen Biologika-Registers RABBIT zum Zeitpunkt einer Therapieumstellung. Für 3 Rekrutierungsepisoden (2001 bis 2003, 2004 bis 2006, 2009 bis 2015) wurden Einflussfaktoren auf die Therapieentscheidung mittels „machine-learning“ und logistischer Regression untersucht.

Ergebnisse

Die Anzahl bisheriger csDMARDs, hohe Glukokortikoiddosen (>7,5 mg/Tag) und ein hoher DAS28 (>5,1) waren in allen Zeiträumen signifikant mit der Entscheidung für ein bDMARD assoziiert. Im zeitlichen Verlauf stieg die Chance auf ein bDMARD auch bei Patienten mit moderater Krankheitsaktivität, mittleren Glukokortikoiddosierungen (5–7,5 mg/Tag), Herzinsuffizienz oder maligner Vorerkrankung. Nur in der ersten Episode hatten Männer eine höhere Chance auf ein bDMARD. Eine private Krankenversicherung, hohe Schulbildung und Berufstätigkeit waren in allen Episoden signifikant mit einer häufigeren Verordnung von bDMARDs assoziiert.

Diskussion

Die zeitlichen Veränderungen der Einflüsse von Krankheitsaktivität, Begleitmedikation, Geschlecht und Komorbidität auf die Entscheidung für ein bDMARD sind im Kontext der zunehmenden Therapieoptionen und der wachsenden Therapieerfahrung auch bei Risikopatienten zu sehen. Demografische und soziale Versorgungsunterschiede erscheinen vor dem Hintergrund von Arzneimittelsicherheit und Kostendruck plausibel.

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Literatur
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