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10.10.2018 | Das Frühgeborene | Leitthema | Ausgabe 1/2019

Monatsschrift Kinderheilkunde 1/2019

Optimale Entlassung sehr unreifer Frühgeborener

Aktuelle Evidenz und eigenes Vorgehen

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 1/2019
Autoren:
Prof. Dr. med. C. F. Poets, C. Wiechers, M. Rüdiger
Wichtige Hinweise

Redaktion

C. Poets, Tübingen

Zusammenfassung

Die Entlassung sehr unreifer Frühgeborener setzt voraus, dass das Kind seine Körpertemperatur hält, seine kompletten Mahlzeiten trinkt, darunter adäquat zunimmt und keine relevanten Hypoxien/Bradykardien zeigt. Zusätzlich stellen sich weitere Fragen, z. B. ob mit Heimmonitor oder Koffein entlassen werden soll, sozialmedizinische Nachsorge indiziert ist, womit es ernährt wird und ob eine Leistenhernie sofort oder später operiert wird. Nach derzeitiger Datenlage sind Schlafaufzeichnungen vor Entlassung nicht indiziert und ein Heimmonitoring nur als Alternative zu einem längeren stationären Aufenthalt, d. h. falls relevante Ereignisse nicht für mindestens 4 Tage vor dem geplanten Entlasszeitpunkt sistiert haben. Zur Ernährung ist Stillen mit Anreicherung durch Fortifier optimal; dieses sollte praktisch ab Geburt gefördert werden, z. B. durch frühzeitiges Hinführen an die Brust. Auch nach Entlassung ist die Ernährung mit Muttermilch bzw. Stillen optimal, je nach Wachstum der Kinder angereichert mit einem Fortifier. Zur Sicherung des Behandlungserfolgs und zur Vermeidung einer Wiederaufnahme ist interdisziplinäre Nachsorge wichtig. Maßnahmen zur Steigerung der elterlichen Kompetenz (wie z. B. Newborn Infant Developmental Care and Assessment Program [NIDCAP]) sollten prä- bzw. unmittelbar postnatal starten, um so eine frühzeitige Entlassung zu ermöglichen. Die Grundimmunisierung sollte bereits in der Klinik begonnen werden; Palivizumab empfehlen wir nur für Frühgeborene mit bronchopulmonaler Dysplasie. Eine Leistenhernie sollte bei deszendiertem Hoden frühzeitig operiert werden.

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