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01.09.2012 | Übersichten | Ausgabe 9/2012

Der Urologe 9/2012

Das Harnblasenkarzinomrezidiv nach BCG-Instillationstherapie

Lokale Therapieoptionen?

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2012
Autoren:
Dr. J.M. Laturnus, D. Jocham, M. Sommerauer

Zusammenfassung

Patienten mit einem sog. BCG-Versagen (Bacillus Calmette-Guérin) stellen ein inhomogenes Patientenkollektiv dar. Die Patienten mit einem BCG-Relaps oder einem BCG-refraktären Tumor sind die „echten“ BCG-Versager. Abhängig vom individuellen Risikoprofil kann zwischen einer konservativen oder radikal-chirurgischen Therapieform gewählt werden. Als konservative Maßnahmen kommen eine intravesikale Chemotherapie mit Gemcitabine oder Docetaxel in Frage, des Weiteren eine intravesikale Kombinationstherapie mit BCG und Interferon- (INF-)α. Chemohyperthermie oder Mitomycin-EMDA („electromotive drug administration“) sind interessante und vielversprechende Therapieformen für die Zukunft. Die Studienergebnisse der genannten Methoden zeigen Erfolge, befinden sich aber noch im experimentellen Stadium und sollten durch weitere Studien abgesichert werden. Schlussendlich müssen alle Patienten, bei denen eine konservative Therapieform durchgeführt werden soll, darüber aufgeklärt werden, dass die Durchführung einer radikalen Zystektomie im Falle eines BCG-Versagens die besten Ergebnisse im Hinblick auf eine Verlängerung des krankheitsspezifischen Überlebens erbringt.

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