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08.09.2016 | Originalien | Ausgabe 4/2017

Der Ophthalmologe 4/2017

Das KAMRA™-Inlay

Ein realistischer Ansatz?

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 4/2017
Autoren:
M. El-Husseiny, L. Daas, A. Viestenz, A. Langenbucher, B. Seitz
Wichtige Hinweise
Die Ergebnisse wurden auf dem DOG-Kongress 2015 in Berlin präsentiert.

Zusammenfassung

Hintergrund und Ziele

Zu den unterschiedlichen Möglichkeiten der Presbyopiekorrektur, die seit Jahren Anwendung in der refraktiven Chirurgie finden, gehört das sog. KAMRA™-Inlay (AcuFocus Inc., Irvine/CA, USA). Unser Ziel ist die Darstellung unserer ersten eigenen klinischen Ergebnisse der KAMRA™-Inlay-Implantation mit einem Beobachtungszeitraum von mindestens 3 Monaten beim Sehen in der Nähe, im intermediären Bereich und in der Ferne.

Patienten und Methode

Bei allen 24 Patienten (Altersdurchschnitt 54,1 ± 6,0 Jahre) wurde das KAMRA™-Inlay vom gleichen Operateur am nicht dominanten Auge (75 % am linken Auge) implantiert. Das KAMRA™-Inlay wurde unter einen 200 µm dicken, mit dem Femtosekundenlaser präparierten Flap implantiert: bei 2 emmetropen presbyopen Patienten, 13 hyperopen presbyopen Patienten und 9 myopen presbyopen Patienten. Der unkorrigierte Fernvisus, die unkorrigierte Sehschärfe im intermediären Bereich und der Nahvisus, die zentrale Hornhautdicke (CCT) Endothelzelldichte (ECD) und das Gesichtsfeld wurden sowohl präoperativ als auch postoperativ gemessen. Zusätzlich sollten die Patienten einen Fragebogen zur subjektiven Zufriedenheit ausfüllen. Die Kontrollen erfolgten am 1. Tag, nach 1 Woche, dann 1, 3, 6, 9 und 12 Monaten postoperativ.

Ergebnisse

Bereits in der Drei-Monats-Kontrolle zeigte sich bei 24 Augen ein Anstieg des mittleren unkorrigierten Fernvisus am nicht dominanten Auge von 0,4 ± 0,2 auf 0,9 ± 0,1, ein Anstieg des mittleren unkorrigierten intermediären Visus (logMAR, Jäger 75 cm) von 0,6 ± 0,3 (J 11) auf 0,0 ± 0,0 (J 1) und ein Anstieg des mittleren unkorrigierten Nahvisus (logMAR, Jäger 45 cm) von 0,6 ± 0,2 (J 9) auf 0,0 ± 0,0 (J 1) monokular gemessen. Der Visusanstieg war in den Verlaufskontrollen stabil. Die CCT und ECD blieben im Vergleich zum präoperativen Befund unverändert. Die subjektive Patientenzufriedenheit war hoch.

Schlussfolgerung

Die Implantation eines KAMRA™-Inlays mithilfe Femtosekundenlaser kann bei Normalsichtigen, nach Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK), bei Patienten mit monofokaler Intraokularlinse und kombiniert mit einer LASIK (bei Ametropie) durchgeführt werden. Die potenzielle Reversibilität, die geringe Beeinträchtigung psychophysischer Untersuchungen und die hohe Patientenzufriedenheit lässt diese neuartige Blendentechnik zur Erhöhung der Schärfentiefe als eine reliable Methode für die operative Korrektur der Presbyopie erscheinen. Patientenauswahl und KAMRA™-Inlay-Zentrierung sind kritisch.

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