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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 9/2009

Das Konzept der Exzellenzuniversitäten

Auswirkungen auf die Medizinischen Fakultäten

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 9/2009
Autor:
Prof. Dr. B. Fleckenstein
Wichtige Hinweise
An erratum to this article can be found online at http://​dx.​doi.​org/​10.​1007/​s00103-009-0983-5

Anmerkung

Prof. Bernhard Fleckenstein ist Leiter des Instituts für Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg und Altdekan der Medizinischen Fakultät und war Mitglied im Stiftungsrat der Georg-August-Universität Göttingen und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsausschusses Hochschulmedizin dieser Universität.

Zusammenfassung

Die Exzellenzinitiative des Bundes in den Jahren 2006 und 2007 war geboren aus dem politischen Wunsch, auch in Deutschland einige wenige exzellente Universitäten zu etablieren, die im internationalen Forschungsranking Spitzenplätze erreichen, vergleichbar mit den traditionellen Eliteuniversitäten Großbritanniens und der USA. Unter Federführung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrats wurden in zwei Auswahlrunden mehr als 300 Projektanträge evaluiert; daraus wurden 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun universitäre Zukunftskonzepte zur Förderung mit insgesamt 1,9 Mrd. EUR ausgewählt. Die Hochschulmedizin trug zu den erfolgreichen Konzepten wesentlich bei und war daran überproportional beteiligt. Sieben biomedizinische Forschungsstandorte konnten sowohl ein Exzellenzcluster als auch ein oder zwei Graduiertenschulen einwerben und damit die Basis für ein erfolgreiches universitäres Zukunftskonzept schaffen. Am Beispiel der Georg-August-Universität Göttingen, einer Stiftungsuniversität, soll dargestellt werden, wie es durch die Kooperation mit außeruniversitären Forschungsinstituten und die Rekrutierung origineller Förderideen gelang, in die Gruppe der neun deutschen Exzellenzuniversitäten aufzurücken. Die Hochschulmedizin war entscheidend daran beteiligt. Auch wenn alle erfolgreichen deutschen Hochschulstandorte in der Exzellenzinitiative sehr gute Verbundforschung nachwiesen, werden Eliteuniversitäten nach internationalen Maßstäben dadurch nicht entstehen.

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