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29.01.2019 | Originalien

Das Modell der Berliner Kinderschutzambulanzen

Neuköllner Erfahrungen nach einem Jahr der institutionalisierten Zusammenarbeit von klinischer Kindermedizin und Jugendhilfe in Kinderschutzfällen

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde
Autoren:
H. von Soosten, S. Rother, S. von Bismarck, R. Rossi
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Koletzko, München
T. Lücke, Bochum
E. Mayatepek, Düsseldorf
N. Wagner, Aachen
S. Wirth, Wuppertal
F. Zepp, Mainz
Die Autoren H. v. Soosten und S. Rother haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

In Berlin sind im Jahr 2016 fünf Kinderschutzambulanzen (KSA) mit der Aufgabe der elektiven und ambulanten medizinischen Abklärung bei Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdungen im Rahmen eines Modellprojektes betraut worden und stehen seitdem involvierten nicht klinikgebundenen Einrichtungen des Landes Berlin wie Jugendämtern oder den Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten mit ihrer medizinischen Kompetenz beratend zur Seite. Das Vorgehen der KSA ist vollumfänglich in die Datenschutzgesetzgebung des Landes Berlin eingebunden. Zum Ende des Modellprojektes wird die Arbeit für die Bewertung des Modellprojektes seitens des Senates anonymisiert evaluiert werden. Eine dieser KSA ist an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Neukölln angesiedelt.

Methodik

Dargestellt werden die Ergebnisse der KSA in Neukölln des Jahres 2017 unter Auflistung der Einweisergruppen, der Vorstellungsgründe und der abschließenden Wertung.

Ergebnisse

Im Jahr 2017 wurden 145 Kinder in der KSA vorgestellt, größtenteils von öffentlichen Zuweisern oder aus der Kinderklinik selbst zur vertieften Abklärung bei zuvor unklaren, aber nicht akut bedrohlichen Konstellationen. In 67 Fällen lag tatsächlich eine Kindeswohlgefährdung vor; bei 34 Kindern lag keine Kindeswohlgefährdung vor: Somit konnte in 70 % der Vorstellungen eine eindeutige Einschätzung erreicht werden. Bei 40 Patienten konnte eine Kindeswohlgefährdung nicht ausgeschlossen werden; in 4 Fällen konnte keine vertiefte Diagnostik stattfinden. Neben der Pädiatrie und der Kinderchirurgie war die Kinder- und Jugendpsychiatrie das am häufigsten involvierte Fachgebiet. In der KSA-Arbeit konnte eine intensivierte Zusammenarbeit mit den öffentlichen Einrichtungen etabliert werden.

Diskussion

Die KSA hat sich als ein sehr taugliches Instrument in der Klärung möglicher Kindeswohlgefährdungen erwiesen, die in der engen Kooperation mit den öffentlichen Einrichtungen geeignet ist, diese mit medizinisch fundierten Befunden in der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

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