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01.11.2010 | Übersicht | Sonderheft 1/2010

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 1/2010

Das Osteoporoserisiko der antiandrogenen Therapie des Mannes

Prävention und Behandlung

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Sonderheft 1/2010
Autor:
Prof. Dr. Dr. Christian Kasperk

Zusammenfassung

Die antiandrogene Therapie bei Männern ist ein etablierter Bestandteil der medikamentösen Behandlung von Patienten mit einem Prostatakarzinom, bei Sexualstraftätern zur Triebdämpfung und bei der gegengeschlechtlichen Behandlung von Mann-zu-Frau-Transsexualismus. Jede Form einer antiandrogenen Therapie hat bei Männern eine ungünstige Wirkung auf den Erhalt der Knochenmasse, da androgene Steroide durch ihre direkten osteoanabolen Wirkungen eine wichtige Rolle in der Regulation des physiologischen Knochenzellstoffwechsels spielen. Am Beginn einer antiandrogenen Therapie ist daher stets das individuelle, aktuelle Osteoporoserisikoprofil des jeweiligen Patienten zu erstellen, um die Entwicklung einer manifesten Osteoporose mit Wirbelkörperbrüchen durch rechtzeitige präventive Maßnahmen zu verhindern oder effektive Maßnahmen gegen eine beginnende bzw. bestehende Osteoporose schnellstmöglich einzuleiten. Von zentraler Bedeutung für die Beurteilung des aktuellen Risikoprofils ist die Knochendichtemessung. Ihr Ergebnis zusammen mit der Beurteilung weiterer Risikofaktoren des Patienten bildet die Grundlage für die Behandlungsempfehlungen am Beginn der antiandrogenen Therapie.

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