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01.06.2014 | Leitthema | Ausgabe 6/2014

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 6/2014

Das TraumaRegister DGU® als Datenquelle für das Monitoring schwerer Unfallverletzungen

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 6/2014
Autoren:
Prof. Dr. Rolf Lefering, T. Paffrath, U. Nienaber

Zusammenfassung

Hintergrund

Seit 1993 sammelt das TraumaRegister DGU® der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (TR-DGU) Daten zur Versorgung schwer verletzter Unfallopfer in Deutschland. Aufgrund der aktuellen Zahl von mehr als 600 teilnehmenden Kliniken, die regelmäßig vergleichende Qualitätsberichte erhalten, werden diese Registerdaten eine zunehmend wertvolle Quelle für die Versorgungsforschung.

Ziel

Darstellung des Potenzials des TR-DGU zur Bearbeitung epidemiologischer Fragestellungen sowie zur Beschreibung der Prozess- und Ergebnisqualität der Versorgung schwer verletzter Patienten.

Material und Methoden

Das TR-DGU erfasst pro Patient etwa 100 Angaben zur Person, zum Unfallgeschehen, zum Verletzungsmuster, zur präklinischen und innerklinischen Versorgung, zum Zustand der Patienten sowie zum Outcome. Bei vergleichenden Analysen wird die beobachtete Sterblichkeit durch Berücksichtigung prognostisch relevanter Befunde adjustiert. Einige Eckdaten des Registers werden für Patienten, die in deutschen Kliniken zwischen 2002 und 2012 behandelt wurden, mit einem Injury Severity Score von ³ 9 Punkten berichtet.

Ergebnisse

Seit 1993 konnten mehr als 122.000 Patienten im Register erfasst werden. Die Mehrzahl sind Verkehrsunfallopfer (57 %), gefolgt von Patienten mit Stürzen aus niedriger (< 3 m; 17 %) oder aus großer Höhe (> 3 m; 16 %). Unter den Verkehrsunfallopfern ist etwa jeder Zweite ein Autofahrer oder Beifahrer (46 %), ein Viertel sind Motorradfahrer (25 %), der Rest Fahrradfahrer (14 %) und Fußgänger (13 %). Die Sterblichkeit bei Patienten mit einem Injury Severity Score von ³ 9 liegt bei 12,8 %. Dieser Wert liegt etwa 1–2 % unterhalb der erwarteten Prognose, die auf Daten aus den 1990er-Jahren beruht.

Diskussion

Das TraumaRegister DGU® ist nicht nur ein erfolgreiches Instrument zur externen Qualitätssicherung der Versorgung schwer verletzter Patienten, sondern stellt auch eine zunehmend wertvollere Quelle für wissenschaftliche Auswertungen im Rahmen der Versorgungsforschung dar. Die Einführung regionaler Traumanetzwerke durch die DGU hat einen ganz wesentlichen Beitrag zur flächendeckenden Erfassung Schwerverletzter geleistet und ermöglicht zunehmend vollständigere Angaben zur Epidemiologie schwerer Verletzungen in Deutschland.

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