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Das Unbehagen am Ausfallhonorar

  • 01.03.2011
  • Originalarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Der Ausfall von vereinbarten Therapiesitzungen stellt eine Herausforderung für die analytische Praxis dar. Es kommt in besonderer Weise zu einer Verschränkung von innerer und äußerer Realität in der Analyse. Auffällig sind die starken Affekte, die auf beiden Seiten – beim Analysanden und beim Analytiker – auftreten können und dafür sprechen, dass hier zentrale Wünsche, Fantasien und Konflikte zutage treten. Der Autor vertritt die Ansicht, dass es ein umfassendes Unbehagen bei Analytikern gibt, sich der Thematik zu stellen. Dieses Unbehagen betrifft die Ebene der realen Beziehung und die des öffentlichen Diskurses. Verschiedene Widerstandsmotive in der Gegenübertragung werden untersucht, wobei die affektive Bedeutung von Geld bestimmend ist. Wichtige Aspekte sind die soziale Relation zwischen Analysand und Analytiker und die dabei wirksamen, teils unbewussten Fantasien. Der therapeutische Umgang mit dem Ausfall von Stunden wird anhand von Beispielen aus der Literatur und aus eigenen klinischen Erfahrungen diskutiert. Nicht ein normativer Umgang im Sinne des Suchens nach einer Ideallösung steht im Vordergrund, sondern die genaue Beobachtung des Therapieprozesses unter Beachtung einer Reihe von Leitfragen.
Titel
Das Unbehagen am Ausfallhonorar
Verfasst von
Dipl.-Psych. Frank Blohm
Publikationsdatum
01.03.2011
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Forum der Psychoanalyse / Ausgabe 1/2011
Print ISSN: 0178-7667
Elektronische ISSN: 1437-0751
DOI
https://doi.org/10.1007/s00451-010-0043-7
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