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01.06.2014 | Leitthema | Ausgabe 6/2014

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 6/2014

Das Unfall- und Verletzungsgeschehen am Arbeitsplatz

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 6/2014
Autor:
W. Standke

Zusammenfassung

Ereignet sich während der Arbeitszeit ein Unfall, ist der Betroffene gegen die hierdurch entstandenen Verletzungen kraft Gesetzes nach den Vorgaben des Sozialgesetzbuches VII unfallversichert. Wichtigste Informationsquelle über dieses Geschehen ist die Unfallanzeige, die der Unternehmer an den zuständigen Unfallversicherungsträger schicken muss, wenn der Versicherte getötet wird oder sich so verletzt, dass er mehr als 3 Tage arbeitsunfähig wird (= meldepflichtiger Unfall). Daten zu diesen Unfällen werden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) im Rahmen einer Stichprobenerhebung von den Unfallversicherungsträgern übermittelt und statistisch aufbereitet. So können Unfallschwerpunkte erkannt und als Hinweise für eine effektive Prävention genutzt werden. Auch wenn die Erfolge einer effizienten Unfallverhütung unbestreitbar sind, ereigneten sich 2011 doch immer noch 919.025 Arbeitsunfälle im Bereich der DGUV. Dabei gibt es deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede. Betroffen von Unfällen sind besonders die Extremitäten. Um das Bewusstsein für diese Unfälle zu schärfen, werden sie umfassend analysiert und die Ergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Neben den meldepflichtigen Unfällen werden auch die neuen Arbeitsunfallrenten statistisch aufbereitet und analysiert. Damit gewinnt man zusätzliche Informationen über Unfälle mit besonders schwerem Verlauf und zum Teil bleibenden Schädigungen für die Unfallopfer.

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