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01.12.2014 | Leitthema | Ausgabe 8/2014

Notfall +  Rettungsmedizin 8/2014

Datenschutz im Rettungsdienst

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 8/2014
Autor:
Dr. D. Brammen
Wichtige Hinweise
Dieser Beitrag ist eine Originalarbeit und aus formalen Gründen unter Leitthema eingeordnet.

Zusammenfassung

Hintergrund

Im Rettungsdienst Tätige unterliegen der Schweigepflicht und dem Datenschutzrecht. Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Dokumentationssysteme und der daraus erwachsenden Möglichkeiten auf den Zugriff von Patientendaten wird die Kenntnis und Einhaltung dieser Regeln immer wichtiger.

Fragestellung

Mit dieser Arbeit werden die relevanten Rechtsnormen identifiziert und ihre Auswirkung in Bezug auf einen Standardprozess der rettungsdienstlichen Versorgung betrachtet.

Material und Methoden

Neben der Darlegung der gesetzlichen Grundlagen für die Datenverarbeitung im Rettungsdienst werden die Landesrettungsdienstgesetze auf ihre Regelung des Datenschutzes hin beleuchtet. Weiterhin wird der Standardprozess eines Rettungsdiensteinsatzes entwickelt und auf datenschutzrechtliche Anforderungen bei der personengebundenen Datenverarbeitung untersucht.

Ergebnis

Der Datenschutz ist in Bundesdatenschutzgesetz und Landesdatenschutzgesetzen geregelt. Regelungen in einem Landesrettungsdienstgesetz ersetzen die allgemeineren datenschutzrechtlichen Regelungen, zusätzlich gilt die Schweigepflicht laut § 203 Strafgesetzbuch. In 15 von 16 Landesrettungsdienstgesetzen ist die Datenverarbeitung von personenbezogenen Daten im Rettungsdienst ohne die Einwilligung des Patienten geregelt. In Leitstellen und im Einsatz verwendete Systeme dürfen nicht mit einem Gruppen-Login verwendet werden. Die lokale Datenhaltung ist zu verschlüsseln und Datenübertragungen entsprechend dem Stand der Technik zu sichern.

Diskussion

Die Gesetzgebung ist fragmentiert und für den Anwender schwer zu überblicken. Bei Verwendung von digitalen Systemen müssen komplexe Regeln eingehalten werden, die in gleicher oder ähnlicher Form für alle im Gesundheitswesen eingesetzten IT-Systeme gelten.

Background

Employee in the rescue service must pay attention to confidentiality and data privacy. The knowledge and compliance of these rules becomes more and more important with the increasing use of electronic documentation systems and the possibilities arising from that onto the access of patient data.

Objectives

In this paper the relevant legal regulations are identified and their effect with respect to a standard process of emergency medical care.

Material and methods

Next to the explanation of the legal regulations for data processing in rescue service federal state laws are examined for their regulation concerning the data privacy. A standardized process in the rescue service is developed. By means of this process the data privacy legal requirements are examined concerning the personal data processing.

Results

Data privacy is regulated by federal law and federal state law. Regulations in a more specific federal state law replace the more general data protection legal regulations. In addition confidentiality is valid according to §203 penal code. In 15 out of 16 federal rescue service laws the data processing of personal data is regulated without the consent of the patient. Electronic systems used in control centers and in the field must not be used with a login being valid for several customers. Local data storage is to be encrypted and data transmission is to be secured to state of the art.

Conclusions

The legislation is fragmented so that the user can understand these legal regulations only heavily. In the case of use of digital systems complex rules must be kept to. Attention must be paid to these rules in same or similar form for all electronic systems used in the health service.

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