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Erschienen in:

01.11.2016 | Affektive Störungen | Leitthema

Bewältigungsstrategien in der Onkologie

verfasst von: Dr. med. Pia Heußner

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 11/2016

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Bewältigung einer Krebserkrankung stellt für Erkrankte und Angehörige eine große Herausforderung dar. Nach dem ersten Diagnoseschock kommen unterschiedliche Krankheitsbewältigungsstrategien und Phasen der Krankheitsverarbeitung zum Tragen.

Methoden

Es wurde eine selektive Literaturrecherche in der Datenbank PubMed zum Thema Krankheitsbewältigung und Krebs durchgeführt.

Ergebnisse und Diskussion

Je nach verfügbaren Ressourcen und Resilienzfaktoren können Betroffene neben den zu erwartenden negativen Reaktionen häufig auch positive Perspektiven entwickeln. Der Umgang mit Verleugnung als einem sinnvollen Schutzmechanismus der menschlichen Seele erfordert eine besondere Sensibilität. Nur wenn die Verleugnung schädliche Auswirkungen hat, ist die Konfrontation mit der Realität geboten. Aggression und Depression sind Gegenspieler in der Krankheitsverarbeitung und geraten häufig aus dem Gleichgewicht. Dabei muss berücksichtigt werden, dass eine reaktive depressive Gemütslage sehr adäquat sein kann, wohingegen es eine depressive Episode als psychische Komorbidität zu differenzieren und zu behandeln gilt.
Literatur
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Zurück zum Zitat Clarke DM (2011) Psychological adaptation , demoralization and depression in people with cancer. In: Kissane D, Maj M, Sartorius N (Hrsg) Depression and cancer. Wiley-Blackwell, Oxford, S 37–50 Clarke DM (2011) Psychological adaptation , demoralization and depression in people with cancer. In: Kissane D, Maj M, Sartorius N (Hrsg) Depression and cancer. Wiley-Blackwell, Oxford, S 37–50
2.
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Metadaten
Titel
Bewältigungsstrategien in der Onkologie
verfasst von
Dr. med. Pia Heußner
Publikationsdatum
01.11.2016
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 11/2016
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-016-0121-6

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