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24.11.2022 | COVID-19 | Nachrichten

Corona-Impfung

Arztpraxen können jetzt Booster-Impfstoff für Kinder bestellen

verfasst von: Kathrin Handschuh

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Ab sofort steht die erste angepasste COVID-Vakzine für Fünf- bis 11-Jährige bereit. Ärzte können noch bis kommenden Dienstag für die darauffolgende Woche ihre Bestellung für den Auffrisch-Impfstoff aufgeben.

Für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren steht der erste an die BA.4/BA.5-Virusvarianten angepasste COVID-19-Impfstoff zum Boostern bereit. Arztpraxen können die Vakzine von BioNTech/Pfizer ab sofort bestellen. Darauf weist die KBV in einer aktuellen Mitteilung hin.

Die erste Auslieferung erfolgt in der Woche ab 5. Dezember. Praxen können pro Woche bis zu 240 Dosen je Arzt ordern. Die Bestellung muss bis Dienstag, 29. November, 12 Uhr den Apotheken vorliegen.

Der Impfstoff mit dem Produktnamen

Comirnaty® Original/Omicron BA.4-5 (5/5 Mikrogramm) ist – wie auch alle angepassten Vakzine für ab 12-Jährige – nur für Auffrischimpfungen zugelassen. Die Kinder sollen zuvor mindestens eine Grundimmunisierung gegen COVID-19 erhalten haben.

Die KBV weist darauf, dass eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu dem an Omikron angepassten Kinderimpfstoff noch nicht vorliegt. Allerdings hat das Gremium erst vorige Woche seine generelle Impfempfehlung für 5- bis 11-Jährige überprüft.

Danach sollen weiterhin nur Kinder, die aufgrund von Grunderkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben, eine Auffrischimpfung erhalten. Dabei sollten durchgemachte SARS-CoV-2 Infektionen berücksichtigt werden.

Niedrigere Dosis

Zwischen der Verabreichung von Comirnaty® Original/Omicron BA.4-5 und der letzten vorherigen Dosis eines COVID-19-Impfstoffs soll ein Abstand von mindestens sechs Monaten (bei Immundefizienz von mindestens 3 Monaten) liegen. Die Dosis beträgt 0,2 ml (5/5 Mikrogramm) und ist damit geringer als beim BA.4/BA.5-Impfstoff von BioNTech/Pfizer für ab 12-Jährige.

BioNTech/Pfizer stellt den neuen Impfstoff als Konzentrat (nicht als Fertiglösung) in einer neuen Formulierung bereit. Er muss vor der Verwendung mit NaCl verdünnt (rekonstituiert) werden. Die Durchstechflaschen haben eine orangefarbene Kunststoffkappe (wie der nicht angepasste Kinderimpfstoff) und enthalten 10 Dosen von je 0,2 ml.

Um diese auch aus der Durchstechflasche entnehmen zu können, sollten Spritzen und/oder Nadeln mit geringem Totvolumen verwendet werden. Die Kombination aus Spritze und Nadel sollte ein Totvolumen von nicht mehr als 35 Mikrolitern haben.

Keine neue Pseudonummer

Die Impfungen werden mit der Pseudonummer (88337) für „BioNTech/Pfizer angepasst“ abgerechnet. Diese Nummer verwenden Ärzte auch für Auffrischimpfungen mit einer angepassten BioNTech/Pfizer-Vakzine von Personen ab 12 Jahren. Für die tägliche Dokumentation der Impfungen mit dem angepassten BA.4/BA.5-Kinderimpfstoff nutzen Praxen im Impf-DokuPortal das Feld „BioNTech/Pfizer angepasst für 5- bis 11-Jährige“.

Für Personen ab 12 Jahren steht demnächst ein weiterer an die Virusvarianten BA.1 und BA.4 angepasster Booster-Impfstoff bereit. Der Impfstoff VidPrevtyn Beta® von Sanofi kann erstmals bis zum 6. Dezember bestellt werden. Eine Auslieferung an die Praxen erfolge voraussichtlich ab der Woche vom 12. Dezember. Eine Höchstbestellmenge für den Impfstoff gibt es derzeit nicht.

Die Abrechnung von Impfungen mit der Sanofi-Vakzine erfolgt mit der Pseudonummer 88339 mit dem jeweiligen Suffix. Das Impf-Doku-Portal für die tägliche Meldung der Impfung werde rechtzeitig angepasst, so die KBV.

Quelle: Ärzte Zeitung

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