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Erschienen in:

01.12.2011 | Leitthema

Der Film in der Patientenaufklärung

Unverzichtbares Medium oder Luxus?

verfasst von: PD Dr. J.U. Rüffer

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 12/2011

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Zusammenfassung

Die umfassende Aufklärung der Patienten ist heute allgemein anerkannter Standard in der medizinischen Versorgung. Diese eigentlich noch junge Entwicklung ist weniger die Folge der medizinischen Weiterentwicklung als das Ergebnis eines gesellschaftlichen Wandels, der mehr Eigenverantwortung und damit auch mehr Mitbestimmung der Menschen einfordert. Auf Patientenseite sind die deutschlandweit tätigen Selbsthilfegruppen die Protagonisten dieses Wandels. Aber auch in der ärztlichen Welt wird die Entwicklung zu mehr Mitbestimmung der Patienten begrüßt. Die Möglichkeit, die Entscheidungsverantwortung zu teilen, ohne die Behandlungsverantwortung zu lassen, wird auch die Ärzte langfristig entlasten. Um diese Mitbestimmung wirkungsvoll ausüben zu können, muss der Patient zu jedem Zeitpunkt voll aufgeklärt und über Krankheit, Behandlung und Behandlungsfolge gut informiert sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Informationsvermittlung bestimmten Regeln folgen, die durch die Patienten vorgegeben sind. Dabei spielen die Informationsgewohnheiten die entscheidende Rolle. In Form von Fernsehen stellt das Medium Film in Deutschland die Hauptinformationsquelle des überwiegenden Teils der Bevölkerung dar. Daher ist der Film neben dem Arztgespräch auch das geeignete Medium, um Informationen an die Betroffenen zu vermitteln. Soweit herrscht durchaus Einigkeit unter den Experten. Tatsächlich lassen sich in vielen Untersuchungen positive Effekte des Mediums Film auf die Patienten nachweisen. Was allerdings noch wenig in die aktuellen Überlegungen einfließt, ist einerseits das genauere Verständnis, auf welche Art eigentlich die Mehrheit der Bevölkerung zu informieren ist, also wie sind die Grundvoraussetzungen für die Informationsaufnahme, und andererseits wie die Machart des Films den Informationsgehalt beeinflusst.
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Metadaten
Titel
Der Film in der Patientenaufklärung
Unverzichtbares Medium oder Luxus?
verfasst von
PD Dr. J.U. Rüffer
Publikationsdatum
01.12.2011
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 12/2011
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-011-2147-0

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