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Erschienen in:

13.02.2020 | Psychoonkologie

Die Scham – eine philosophische Annäherung

verfasst von: Prof. Dr. med. Giovanni Maio, M.A. phil.

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 4/2020

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Zusammenfassung

Die Scham ist etwas Urmenschliches, weil der Mensch eine Fähigkeit besitzt, die kein anderes Lebewesen besitzt, und das ist die Fähigkeit, sich selbst von innen zu erleben und zugleich sich von außen zu betrachten. Der Mensch ist in der Lage, auf sich selbst wie ein Objekt zu schauen und damit sozusagen einen Blick von anderswo auf sich zu richten. Genau diese Fähigkeit des reflexiven Selbstbezugs, die Fähigkeit, zu sich selbst in Distanz zu gehen, ist es, die den Menschen überhaupt erst dazu „befähigt“, Scham zu empfinden, oder die ihn vielmehr dazu verurteilt, sich als Beschämter zu empfinden. Es werden die Grundcharakteristika der Scham erarbeitet und die Bedeutung dieser Grundgedanken für die Onkologie aufgezeigt.
Literatur
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Zurück zum Zitat Breun R (2014) Scham und Würde. Über die symbolische Prägnanz des Menschen. Alber, Freiburg Breun R (2014) Scham und Würde. Über die symbolische Prägnanz des Menschen. Alber, Freiburg
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Zurück zum Zitat Hilgers M (1997) Schamkonflikte bei stationären psychotherapeutischen Behandlungen. Psyche - Z Psychoanal 51(12):1161–1183 Hilgers M (1997) Schamkonflikte bei stationären psychotherapeutischen Behandlungen. Psyche - Z Psychoanal 51(12):1161–1183
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Zurück zum Zitat Landweer H (1999) Scham und Macht: phänomenologische Untersuchungen zur Sozialität eines Gefühls. Mohr Siebeck, Tübingen Landweer H (1999) Scham und Macht: phänomenologische Untersuchungen zur Sozialität eines Gefühls. Mohr Siebeck, Tübingen
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Zurück zum Zitat Lietzmann A (2007) Theorie der Scham. Eine anthropologische Perspektive auf ein menschliches Charakteristikum. Verlag Dr. Kovac, Hamburg Lietzmann A (2007) Theorie der Scham. Eine anthropologische Perspektive auf ein menschliches Charakteristikum. Verlag Dr. Kovac, Hamburg
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Zurück zum Zitat Lotter M‑S (2012) Scham, Schuld, Verantwortung. Suhrkamp, Berlin Lotter M‑S (2012) Scham, Schuld, Verantwortung. Suhrkamp, Berlin
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Zurück zum Zitat Sartre J‑P (1989) Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie. Rowohlt, Reinbek Sartre J‑P (1989) Das Sein und das Nichts. Versuch einer phänomenologischen Ontologie. Rowohlt, Reinbek
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Zurück zum Zitat Seidler GH (1995) Der Blick des Anderen. Eine Analyse der Scham. Klett-Cotta, Stuttgart Seidler GH (1995) Der Blick des Anderen. Eine Analyse der Scham. Klett-Cotta, Stuttgart
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Zurück zum Zitat Simmel G (1992) Zur Psychologie der Scham. In: von Dahme H‑J, Rammstedt O (Hrsg) Georg Simmel: Schriften zur Soziologie. Eine Auswahl. Suhrkamp, Frankfurt a.M. Simmel G (1992) Zur Psychologie der Scham. In: von Dahme H‑J, Rammstedt O (Hrsg) Georg Simmel: Schriften zur Soziologie. Eine Auswahl. Suhrkamp, Frankfurt a.M.
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Zurück zum Zitat Tugendhat E (1993) Vorlesungen über Ethik. Suhrkamp, Frankfurt a. M. Tugendhat E (1993) Vorlesungen über Ethik. Suhrkamp, Frankfurt a. M.
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Zurück zum Zitat Zahavi D (2013) Scham als soziales Gefühl. In: Phänomenologische Forschungen, S 319–337 Zahavi D (2013) Scham als soziales Gefühl. In: Phänomenologische Forschungen, S 319–337
Metadaten
Titel
Die Scham – eine philosophische Annäherung
verfasst von
Prof. Dr. med. Giovanni Maio, M.A. phil.
Publikationsdatum
13.02.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 4/2020
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-020-00721-w

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