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26.01.2021 | Endokrinologie | Leitthema | Ausgabe 4/2021

Der Gynäkologe 4/2021

Umweltgifte und ihre hormonelle Wirkung

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 4/2021
Autoren:
Roxana M. Popovici, Barbara Sonntag
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Sonntag, Hamburg
G. Emons, Göttingen
Aktualisierte Version der Originalpublikation von Popovici, R (2015) Endokrin wirkende Umweltgifte. Gynäkologische Endokrinologie 13:168–174. https://​doi.​org/​10.​1007/​s10304-015-0020-8.

Zusammenfassung

In den letzten Jahrzehnten nimmt die Belastung des Menschen durch chemische Substanzen mit endokriner Wirkung zu. Der Körper nimmt diese Stoffe aus der Luft, dem Wasser, durch unsere Nahrung oder über Körperpflegeartikel auf. Dabei sind konkrete Veränderungen im Organismus zunehmend nachweisbar. Die Folgen, besonders die Langzeitfolgen, sind jedoch noch nicht absehbar. Eine direkte hormonelle Wirkung wird nur bestimmten Stoffen zugeschrieben, die aber im Gegensatz zu herkömmlichen Giften in ihrer Wirkweise deutlich komplexer sind und über die Effekte auf die Keimzellbahn sowohl in der empfindlichen fetalen und neonatalen Periode als auch in nachfolgenden Generationen wirken können. Hier sind besonders Phthalate und Bisphenol A zu nennen. Der Nachweis spezifischer hormoneller Störungen für einzelne Substanzen erscheint überschaubar, die Interaktion der verschiedenen Substanzen ist jedoch nur unzulänglich analysiert und auch nur schwer messbar. Der Beitrag gibt eine Übersicht der bekanntesten Substanzgruppen mit endokriner Wirkung, ihrer individuellen Wirkweise, ihres Vorkommens und einiger bisher nachgewiesener Effekte im Tierversuch und beim Menschen mit einem Fokus auf weibliche reproduktive Organe und Erkrankungen.

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