Skip to main content
main-content

Epilepsie

Epilepsie durch Schweinebandwurm – wie behandeln?

Bandwurm

Ein 38-Jähriger Mann entwickelt plötzlich einen ersten epileptischen Anfall. Im CT sind mehrere charakteristische Zysten erkennbar. Als Ursache wird eine Jahrzehnte zurückliegende Infektion mit dem Schweinebandwurm vermutet – dieser lässt sich aber nicht mehr nachweisen.

Epileptische Anfälle bei Schlafentzug und Videospielen

Mann spielt Konsolenspiel

Epileptische Anfälle treten erstmals – insbesondere bei Jugendlichen – oft nach Schlafentzug auf. Deshalb stellt sich die Frage, ob dieser bereits als erster akut symptomatischer Anfall gewertet werden soll. In der vorliegenden Übersicht wird die Genese epileptischer Anfälle bei Schlafentzug und Videospiele kurz zusammengefasst und diskutiert.

Zahl der Todesfälle durch Epilepsie steigt

Frau liegt mit verzerrtem Gesicht auf dem Boden

Im Verlauf von rund zehn Jahren ist die Zahl der Sterbefälle von Patienten mit Epilepsie um knapp 70% gestiegen. Wie eine britische Studie zeigt, sind es vor allem jüngere Patienten, bei denen das Anfallsleiden den Tod mitbedingt.

S2k-Leitlinie: Status Epilepticus im Erwachsenenalter

Ereignis im Gehirn

Was gibt es Neues? – Jeder epileptische Anfall, der länger als 5 min anhält, soll als Status Epilepticus bezeichnet und behandelt werden. Neue EEG-Kriterien für das Vorliegen eines nonkonvulsiven Status Epilepticus wurden definiert und die Empfehlungen zur Therapie wurden entscheidend erweitert.

Akuter Krampfanfall nach schwerem Insult – Rolle der Perfusionstherapie

Dicker Mann im Rettungswagen

Immer wieder tauchen Berichte auf, nach denen die Reperfusionstherapie bei einem ischämischen Schlaganfall epileptische Anfälle auslösen könnte. Wie Neurologen um Dr. Carolina Ferreira-Atuesta berichten, ist die Studienlage dazu allerdings nicht eindeutig.

e.Medpedia

Epilepsien: Grundlagen und Klassifikation

Klinische Neurologie
Ein epileptischer Anfall ist durch eine episodische Funktionsstörung von Nervenzellen charakterisiert, die durch pathologische exzessive neuronale Entladungen infolge gesteigerter Erregbarkeit oder gestörter inhibitorischer Faktoren zustande kommt. Die klinischen Ausfälle hängen davon ab, welche Funktion die beteiligten Nervenzellen normalerweise besitzen. Prinzipiell unterscheidet man zwischen unprovozierten und provozierten Anfällen. Provozierte Anfälle werden durch exogene oder endogene Noxen ausgelöst und treten nicht unabhängig von diesem Auslöser auf. Das isolierte Auftreten eines epileptischen Anfalls ohne weitere richtungsweisende Befunde rechtfertigt nicht die Diagnose eines Anfallsleidens. Die Diagnose einer Epilepsie kann dann gestellt werden, wenn mindestens ein epileptischer Anfall aufgetreten ist und Befunde vorliegen, die auf die Prädisposition für weitere epileptische Anfälle hinweisen, z. B. epilepsietypische Potenziale im Elektroenzephalogramm und/oder zum Anfallsereignis passende strukturelle Läsionen in der Bildgebung. Die zuständige Task Force der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat in ihrem offiziellen Bericht 2014 vorgeschlagen, Epilepsie zu definieren als jeden der folgenden Umstände: wenigstens 2 unprovozierte (oder Reflex-)Anfälle, die im Abstand von >24 h aufgetreten sind; ein unprovozierter (oder Reflex-)Anfall bei einer 10-Jahres-Wahrscheinlichkeit, die in etwa derjenigen entspricht, die nach 2 unprovozierten Anfällen besteht (≥60 %); Diagnose eines Epilepsiesyndroms. Die Rückbildung einer Epilepsie wird bei Personen angenommen, die entweder ein altersbezogenes Epilepsiesyndrom hatten und der relevanten Altersgruppe entwachsen sind oder die mehr als 10 Jahre anfallsfrei sind und seit mindestens 5 Jahren keine Antikonvulsiva mehr eingenommen haben. Es wurde somit neben einer gegenüber 2005 leicht überarbeiteten Epilepsiedefinition, in deren Zentrum die Rezidivwahrscheinlichkeit von >60 % steht, erstmals auch eine Definition für die Rückbildung der Epilepsie vorgeschlagen. Die Internationale Liga gegen Epilepsie (ILAE) hat kürzlich neue Klassifikationen für epileptische Anfälle sowie für Epilepsien und epileptische Syndrome vorgelegt. In den folgenden Abschnitten zu Epilepsien und epileptischen Anfällen wird die neue Klassifikation insofern berücksichtigt, als jetzt neue Begriffe für die Beschreibung der epileptischen Anfälle verwendet und den bisher gebräuchlichen gegenübergestellt werden. Neuerungen können auf diese Weise unkompliziert nachvollzogen werden. Die bisherigen Bezeichnungen für spezifische Epilepsiesyndrome werden in den folgenden Abschnitten beibehalten, da sie seit langer Zeit etabliert sind. Auf spezielle Empfehlungen der neuen Klassifikation wird jeweils verwiesen.

CME-Fortbildungsartikel

19.11.2021 | Apoplex | Zertifizierte Fortbildung Neurologie | Ausgabe 11/2021

Epileptische Anfälle bei Schlaganfall

Epileptische Anfälle sind eine häufige und relevante Komplikation nach Schlaganfall, die mit einem langfristig schlechteren funktionellen Status der Patienten einhergehen. Akut symptomatische Anfälle innerhalb der ersten sieben Tage nach …

16.07.2021 | Zerebrale Metastasen | CME Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 8/2021

Chirurgische Behandlung und Strahlentherapie von Hirnmetastasen

In dieser Arbeit sollen die Grundsätze der interdisziplinären Behandlung von Hirnmetastasen skizziert werden. Die interdisziplinäre Behandlung wird bestimmt durch die klinische Situation, anatomische Gegebenheiten und die Tumorentität. Sie hat …

10.06.2021 | Antiepileptika | Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 3/2021

Neurokognitive und -psychiatrische Aspekte bei Epilepsie

Mit Epilepsie sind zahlreiche kognitive, psychologische und soziale Auswirkungen verbunden. Neben einer effektiven Behandlung der Epilepsie selbst ist es wichtig, die Auswirkungen der Erkrankung auf die kognitiven Fähigkeiten und den Affekt im …

23.04.2021 | Epilepsie | CME | Ausgabe 4/2021 Open Access

Altersepilepsie

Epilepsien stellen nach Demenzen und Schlaganfall die dritthäufigste neurologische Krankheitsgruppe bei älteren Menschen dar. Die Inzidenz der Epilepsien steigt im Alter, sodass aufgrund demografischer Entwicklungen in den kommenden Jahren mit …

Nachrichten

weitere anzeigen

Weiterführende Themen

Verwandt

Kasuistiken

04.08.2021 | Herztumoren | Bild und Fall | Ausgabe 10/2021

Zwilling mit perlenschnurartigem Herztumor

Eine 36-Jährige ist schwanger mit Zwillingen. Schon früh wird bei einem der Feten der Verdacht eines Herztumors gestellt. Im Ultraschall offenbaren sich eine große sowie mehrere kleine perlenschnurartige Raumforderungen im Bereich der Ventrikel. Wie würde Sie weiter vorgehen?

14.03.2021 | COVID-19 | Brief Communication | Ausgabe 8/2021 Zur Zeit gratis

Generalisierter Myoklonus als einziges Symptom einer SARS-CoV-2-Infektion

Bei bisher berichteten Fällen zum immunvermittelten Myoklonus durch SARS-Cov-2 gingen respiratorische oder andere Symptome voraus. Im englischsprachigen Video-Fallbericht tritt ein isolierter generalisierter Myoklonus ohne andere klinische Beschwerden auf.


11.02.2021 | Epilepsie bei Kindern | Fortbildung | Ausgabe 1/2021

Welche Verdachtsdiagnose stellen Sie?

Frühmorgens werden die Eltern von einem Geräusch im Kinderzimmer geweckt. Dort finden sie ihren zehnjährigen Sohn im Bett mit rhythmischen Zuckungen des rechten Arms und eines Mundwinkels vor. Er zeigt Speichelfluss. Nach zwei Minuten endet das Ereignis plötzlich. Die Eltern bringen den Jungen in die Notaufnahme. Nach stationärer Aufnahme wird ein EEG durchgeführt – Ihre Verdachtsdiagnose?

weitere anzeigen

Weitere Artikel aus unseren Fachzeitschriften

03.11.2021 | Epilepsie | Originalien

Subtemporale Elektroden im 24‑Stunden-EEG

Epilepsietypische Potenziale (ETP) haben eine große Bedeutung für die Klassifikation von Anfällen und Epilepsiesyndromen sowie für die Prognose nach einem ersten Anfall. Häufig werden im ersten EEG keine ETP nachgewiesen. Temporale ETP sind …

Autoren:
Dr. med. Bert-Ulrich Kleine, Ragna-Jill Miosge, Norma Krümmer, Thomas Krause, Gesa Weise, Jörg Berrouschot

31.10.2021 | Epilepsie | Leitthema

Hemisphärotomien in der pädiatrischen Epilepsiechirurgie – operative, epileptologische und funktionelle Aspekte

Hemisphärotomien stellen mit 16–21 % einen Großteil der epilepsiechirurgischen Eingriffe im Kindesalter dar. Die anatomische Resektion wurde durch deutlich weniger invasive Diskonnektionstechniken mit geringerer perioperativer Mortalität und …

Autoren:
Dr. med. Till Hartlieb, Manfred Kudernatsch, Martin Staudt

22.10.2021 | Epilepsie | Journal club | Ausgabe 10/2021

Erwartet: Levetiracetam unterliegt Valproat

Autor:
Prof. Dr. med. Bernhard J. Steinhoff

21.10.2021 | Antiepileptika | Journal club | Ausgabe 10/2021

Unerwarteter Ausgang: Levetiracetam unterliegt Lamotrigin bei fokalen Epilepsien

Levetiracetam hat sich längst als Medikament der ersten Wahl vor allem in Neurologien mit Notaufnahme etabliert. Und auch in den Leitlinien ist es empfohlen. Doch durch Studien war der Vorteil nicht ausreichend belegt. Ergo stand für viele Jahre das Ergebnis der jetzt publizierten SANAD-II-Studie aus, die nun Lamotrigin mit Levetiracetam und Zonisamid verglich.

Autor:
Prof. Dr. med. Bernhard J. Steinhoff

13.10.2021 | Status epilepticus | Originalien | Ausgabe 4/2021 Open Access

Studienprotokoll: Register zur Prognose akut-symptomatischer Anfälle (PROSA-Register) – eine prospektive multizentrische Beobachtungsstudie

Akut-symptomatische epileptische Anfälle sind Symptom einer akuten Störung der Gehirnfunktion. Laut einem Definitionsvorschlag der Internationalen Liga gegen Epilepsie (ILAE) sind alle klinisch manifesten epileptischen Anfälle als …

Autoren:
Dr. med. Julia Herzig-Nichtweiß, Farid Salih, Sascha Berning, Michael Malter, Johann Pelz, Piergiorgio Lochner, Matthias Wittstock, Albrecht Günther, Angelika Alonso, Hannah Fuhrer, Silvia Schönenberger, Martina Petersen, Felix Kohle, Annekatrin Müller, Alexander Gawlitza, Waldemar Gubarev, Martin Holtkamp, Dr. med. Bernd Vorderwülbecke, das IGNITE!-Forschungsnetzwerk der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und -notfallmedizin

07.10.2021 | Epilepsie | Leitthema | Ausgabe 4/2021 Open Access

Akut symptomatische Anfälle und posttraumatische Epilepsie nach Schädel-Hirn-Trauma bei Erwachsenen und Kindern

Epileptische Anfälle als Folge eines Schädel-Hirn-Traumas (SHT) werden entsprechend ihres zeitlichen Auftretens in Bezug zum ursächlichen Ereignis in Frühanfälle (bis zu 7 Tage nach Trauma) und Spätanfälle (> 7 Tage nach Trauma) unterteilt.

Autoren:
Prim. PD Dr. med. Michael Feichtinger, PD Dr. med. Johannes Koch

07.10.2021 | Status epilepticus | Leitthema | Ausgabe 4/2021 Open Access

Akut symptomatische Anfälle und die Abgrenzung zum Status epilepticus auf der Intensivstation bei Kindern und Erwachsenen

Akut symptomatische Anfälle (ASA) finden sich häufig an pädiatrischen und neurologischen Intensivstationen. Während bei Vorliegen einer fassbaren Semiologie die Erkennung klinisch gelingt, bedarf es für elektrographische Anfälle präziser …

Autor:
PD Dr. Markus Leitinger

06.10.2021 | Diabetes mellitus | Leitthema | Ausgabe 4/2021 Open Access

Akut symptomatische Anfälle bei internistischen Erkrankungen und Noxen

Akut symptomatische Anfälle sind definiert durch einen engen zeitlichen Zusammenhang zwischen einem akuten Ereignis, welches einen negativen Einfluss auf das Gehirn hat, und dem daraus resultierenden Auftreten von epileptischen Anfällen. Diesem …

Autoren:
Rainer Dormann, Gudrun Gröppel, Tim J. von Oertzen

04.10.2021 | Epilepsie | Originalien

Frauen mit Epilepsie: Wie erfolgt die Beratung bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft? – Eine Fallserie aus einer spezialisierten Epilepsieambulanz

Die personalisierte Medizin – auch unter Berücksichtigung frauenspezifischer Aspekte – hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. In unserer Epilepsieambulanz werden seit mehr als 20 Jahren Frauen mit Epilepsie bei Vorliegen eines …

Autoren:
Dr. med. Birgitt Müffelmann, Anne Hagemann, Niklas Knaak, Christian G. Bien

30.09.2021 | Epilepsie | Leitthema | Ausgabe 4/2021

Epileptische Anfälle bei zerebralen Kavernomen

In der vorliegenden Übersicht soll die Zuordnung von epileptischen Anfällen bei zerebralen Kavernomen zu den akut symptomatischen Anfällen diskutiert werden.

Autoren:
Univ.Prof. DI. Dr. Christoph Baumgartner, Johannes P. Koren, Susanne Pirker
weitere anzeigen

Buchkapitel zum Thema

2020 | Neurologische Notfallmedizin | OriginalPaper | Buchkapitel

Neurologische Notfälle

Neurologische Notfälle haben einen wichtigen Stellenwert in der Notfallmedizin, da sie häufig zeitkritisches Handeln erfordern. Von der zerebralen Ischämie, über die unterschiedlichen Hirnblutungen bis hin zur Meningitis wird das wesentliche in …

2019 | Migrationsmedizin | OriginalPaper | Buchkapitel

Fallbeispiel Krampfanfall

Während eines ruhigen Dienstes am Sonntagnachmittag des 27. Mai 2018 ertönt der Alarm für das NEF 14A. Gemeinsam mit dem RTW 11C rückt das NEF kurze Zeit später nach Hamburg-Altona in die Bahrenfelderstraße 92 aus. Auf der Einsatzdepesche wird das …

2018 | Psychiatrische Erkrankungen in der Hausarztpraxis | OriginalPaper | Buchkapitel

Störungen und Erkrankungen von Psyche und Nerven

Psyche, Soma – oder Psychosoma? Wohl kaum eine Arztgruppe ist so häufig mit dieser Frage konfrontiert wie die der Allgemeinärzte, wenn es um die Ersteinschätzung und Verlaufsbeurteilung verschiedenartigster Präsentiersymptome der Patienten an der …

Nicht gefunden, wonach Sie suchten?

Probieren Sie es mit der Suchfunktion:

Neu im Fachgebiet Neurologie

Neurologie

Vorbereitungskurs zur Facharztprüfung Neurologie

  • 64 klinische Fallbeispiele verschiedener Patientenkonstellationen und Themenfelder
  • Typische Prüfungsfragen mit ausführlichen Antworten
  • Zahlreiche Verknüpfungen zu e.Medpedia für relevantes Vertiefungswissen
  • Ergänzt durch aktuelle Artikel aus unseren Fachzeitschriften

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Neurologie und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise