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Erschienen in:

01.10.2022 | Hodgkin-Lymphom | Einführung zum Thema

Hodgkin-Lymphom

Das Paradigma für den Erfolg interdisziplinärer klinischer Studien

verfasst von: Prof. Dr. med. A. Engert, H. Eich, K. Höffken

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 10/2022

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Auszug

Vor bald 200 Jahren hat der britische Arzt Thomas Hodgkin zum ersten Mal eine eigenartige Krankheit mit wellenförmigem Fieber, vergrößerten Lymphknoten und einer großen Milz beschrieben (Med Chir Trans 17 (1832) 69–97). Es war eine tödliche Krankheit, die vor allem junge Erwachsene und Kinder betraf. Sie wurde 1865 von Samuel Wilks als „Hodgkinʼs disease“ (im Deutschen „Morbus Hodgkin“) nach ihm benannt. Seitdem haben sich viele Pioniere in Medizin und Wissenschaft mit dieser seltsamen Krankheit beschäftigt. Ein entscheidender Schritt zum Verständnis gelang 1994 Ralph Küppers und Martin Hansmann, die zeigen konnten, dass die Hodgkin/Reed-Sternberg-Zellen maligne, aneuploide, monoklonale, postgerminale B‑Lymphozyten sind, denen aufgrund spezifischer „crippled mutations“ der B‑Zell-Phänotyp und B‑Zell-Rezeptor fehlen. Hiermit wurde die beschreibende Diagnose „Morbus Hodgkin“ zum „Hodgkin-Lymphom“ (HL), das sich von allen bekannten Non-Hodgkin-Lymphomen biologisch und klinisch unterscheidet. Das HL ist insgesamt eine seltene Erkrankung mit einer Inzidenz von etwa 3/100.000. Therapie und Prognose des HL wurden in Deutschland durch eine gemeinsame Anstrengung aller Betroffenen im Rahmen der von Volker Diehl 1978 gegründeten Deutschen Hodgkin Studiengruppe (GHSG) nachhaltig und eindrucksvoll verbessert. …
Metadaten
Titel
Hodgkin-Lymphom
Das Paradigma für den Erfolg interdisziplinärer klinischer Studien
verfasst von
Prof. Dr. med. A. Engert
H. Eich
K. Höffken
Publikationsdatum
01.10.2022
Verlag
Springer Medizin
Schlagwort
Hodgkin-Lymphom
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 10/2022
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-022-01188-7

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