Skip to main content
Erschienen in: Die Onkologie 4/2022

04.03.2022 | Lebertransplantation | Leitthema

Operative Therapie des intra- und extrahepatischen cholangiozellulären Karzinoms

verfasst von: O. Beetz, PD Dr., Dr. K. Timrott

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 4/2022

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Zusammenfassung

Hintergrund

Die kurative Behandlung von malignen Tumoren der Gallengänge bleibt trotz Weiterentwicklung von interventionellen und medikamentösen Verfahren fest in chirurgischer Hand. Obwohl es sich um eine vergleichsweise seltene Tumorentität handelt, zeigte sich in den vergangenen Jahren ein weltweiter Anstieg der Inzidenz cholangiozellulärer Karzinome (CCA), die bei häufig verzögerter Diagnosestellung mit einem schlechten Langzeitüberleben assoziiert sind. Die Unterteilung der CCA erfolgt anhand deren Lokalisation innerhalb der Gallengänge: Die operative Behandlung von Tumoren, die sich innerhalb der Leber befinden und als intrahepatische cholangiozelluläre Karzinome (iCCA) bezeichnet werden, unterscheidet sich dabei signifikant von denen, die sich außerhalb der Leber befinden (extrahepatische cholangiozelluläre Karzinome; eCCA). Letztere werden weiter unterteilt in Tumoren der Gallengangsgabel bzw. des Ductus hepaticus communis („Klatskin-Tumoren“ oder perihiläre cholangiozelluläre Karzinome, pCCA) und des distalen Gallengangs, im Bereich des Ductus choledochus (distale cholangiozelluläre Karzinome, dCCA).

Ziel

Es wird eine Übersicht über die Grundlagen der operativen Therapie des CCA sowie die aktuellen Entwicklungen gegeben.

Methoden

Diese Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche in der Datenbank PubMed.

Ergebnisse

Da die Tumoren häufig fortgeschritten sind, ist die explorative Laparoskopie gerechtfertigt. Aggressive operative Strategien, ggf. mit laparoskopischer Resektion und modernen Hypertrophieverfahren, bedingen die Behandlung in spezialisierten Zentren. Die Lebertransplantation spielt außerhalb klinischer Studien in Deutschland eine untergeordnete Rolle.

Schlussfolgerung

Durch technologische Entwicklungen und aktuelle Erkenntnisse ergeben sich neue chirurgische Möglichkeiten und Kontroversen.
Literatur
19.
Zurück zum Zitat Lee JH, Hwang DW, Lee SY et al (2012) The proximal margin of resected hilar cholangiocarcinoma: the effect of microscopic positive margin on long-term survival. Am Surg 78:471–477PubMedCrossRef Lee JH, Hwang DW, Lee SY et al (2012) The proximal margin of resected hilar cholangiocarcinoma: the effect of microscopic positive margin on long-term survival. Am Surg 78:471–477PubMedCrossRef
Metadaten
Titel
Operative Therapie des intra- und extrahepatischen cholangiozellulären Karzinoms
verfasst von
O. Beetz, PD Dr.
Dr. K. Timrott
Publikationsdatum
04.03.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 4/2022
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-022-01116-9

Weitere Artikel der Ausgabe 4/2022

Die Onkologie 4/2022 Zur Ausgabe

Mehr Lebenszeit mit Abemaciclib bei fortgeschrittenem Brustkrebs?

24.05.2024 Mammakarzinom Nachrichten

In der MONARCHE-3-Studie lebten Frauen mit fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs länger, wenn sie zusätzlich zu einem nicht steroidalen Aromatasehemmer mit Abemaciclib behandelt wurden; allerdings verfehlte der numerische Zugewinn die statistische Signifikanz.

ADT zur Radiatio nach Prostatektomie: Wenn, dann wohl länger

24.05.2024 Prostatakarzinom Nachrichten

Welchen Nutzen es trägt, wenn die Strahlentherapie nach radikaler Prostatektomie um eine Androgendeprivation ergänzt wird, hat die RADICALS-HD-Studie untersucht. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie sprechen für länger dauernden Hormonentzug.

Das sind die führenden Symptome junger Darmkrebspatienten

Darmkrebserkrankungen in jüngeren Jahren sind ein zunehmendes Problem, das häufig längere Zeit übersehen wird, gerade weil die Patienten noch nicht alt sind. Welche Anzeichen Ärzte stutzig machen sollten, hat eine Metaanalyse herausgearbeitet.

„Überwältigende“ Evidenz für Tripeltherapie beim metastasierten Prostata-Ca.

22.05.2024 Prostatakarzinom Nachrichten

Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom sollten nicht mehr mit einer alleinigen Androgendeprivationstherapie (ADT) behandelt werden, mahnt ein US-Team nach Sichtung der aktuellen Datenlage. Mit einer Tripeltherapie haben die Betroffenen offenbar die besten Überlebenschancen.

Update Onkologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.