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11.12.2019 | Malaria | Leitthema | Ausgabe 1/2020

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1/2020

Entwicklung von Impfstoffen gegen Malaria – aktueller Stand

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 1/2020
Autoren:
Wolfram Gottfried Metzger, Zita Sulyok, Antje Theurer, Carsten Köhler

Zusammenfassung

Weltweit leben 3,1 Mrd. Menschen in Gebieten, in denen Malaria endemisch ist (Tropen, Subtropen). Jährlich erkranken etwa 200 Mio. Menschen, ca. 500.000 sterben daran. Betroffen sind vor allem Kinder. Um die Malaria zu kontrollieren und schlussendlich jegliche Neuinfektion zu verhindern, ist die Entwicklung wirksamer Impfstoffe von großer Bedeutung. In diesem Beitrag werden zunächst Hintergrundinformationen zur Geschichte der Impfstoffentwicklung, zur Malariaerkrankung und zu den Möglichkeiten der Therapie und Ausbreitungskontrolle gegeben. Der Hauptteil widmet sich dem aktuellen Forschungsstand zu Impfstoffen gegen den Erreger Plasmodium falciparum, gefolgt von einer ausführlichen Diskussion.
Malaria ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die von Einzellern, sog. Plasmodien, verursacht wird. Es werden 5 humanpathogene Spezies unterschieden, von denen P. falciparum über 99 % der Erkrankungen in Afrika verursacht. Überträger (Vektor) ist die Anophelesmücke. Plasmodium bietet innerhalb seines Lebenszyklus verschiedene Ansatzpunkte für die Wirkung von Impfstoffen. Von den insgesamt ca. 70 Impfstoffkandidaten sind die präerythrozytären Impfstoffe, die in den Leberzyklus des Parasiten eingreifen, aktuell am weitesten entwickelt. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angestrebte Wirksamkeit von mindestens 75 % wurde aber längst nicht erreicht.
Mit RTS,S/AS01 wird derzeit erstmals ein mäßig wirksamer Impfstoff großflächig eingesetzt. Schon jetzt ist offensichtlich, dass die Malaria nur im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen eingedämmt werden kann. Expositionsprophylaxe mit imprägnierten Moskitonetzen, der Einsatz von Insektiziden mit Residualeffekt in Innenräumen (Indoor Residual Spraying), die Vernichtung von Moskitobrutplätzen und schnelle Diagnose und Therapie der Erkrankung sind hier wichtige Elemente ebenso wie eine funktionierende Gesundheitsversorgung, die in den von Armut geprägten Gebieten oft nicht gewährleistet ist.

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