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Erschienen in:

01.03.2010 | Einführung zum Thema

Multiples Myelom: neue Perspektiven für einen kurativen Therapieansatz

verfasst von: Prof. Dr. H. Ludwig, K. Höffken

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 3/2010

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Auszug

Das multiple Myelom ist eine Erkrankung mit sehr unterschiedlichem Krankheitsverlauf, was auf die beträchtliche zytogenetische und molekulargenetische Heterogenität zurückzuführen ist. Im vergangenen Jahr konnte der Nachweis erbracht werden, dass alle oder fast alle Patienten vor Manifestation eines multiplen Myeloms ein MGUS-Stadium durchlaufen. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer zunehmenden genetischen Instabilität mit beispielsweise Deaktivierung von Tumorsuppressorgenen und Aktivierung von Genen, die Transkriptionsfaktoren kodieren. Die Transformationsrate vom MGUS in ein multiples Myelom liegt bei 1% pro Jahr. Zytogenetische Parameter wie Translokationen von Chromosom 14, Deletion von 17p und Veränderung an lq21 kommt wichtige prognostische und prädiktive Bedeutung zu. Obwohl zytogenetische Veränderungen (mit Ausnahme von del 17p) bei Patienten mit MGUS und Myelom in ähnlicher Häufigkeit nachweisbar sind, finden sich deutliche Unterschiede in Genexpressionsprofilen. Unklar bleibt weiterhin, welche Mechanismen letztendlich zur Transformation in ein multiples Myelom fuhren. …
Metadaten
Titel
Multiples Myelom: neue Perspektiven für einen kurativen Therapieansatz
verfasst von
Prof. Dr. H. Ludwig
K. Höffken
Publikationsdatum
01.03.2010
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 3/2010
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-010-1807-9

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