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Erschienen in:

01.11.2005 | Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung

Perkutane Strahlentherapie der Knochenmetastasen

verfasst von: Prof. Dr. I. A. Adamietz

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 11/2005

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Zusammenfassung

Perkutane Strahlentherapie ist in der Therapie von Knochenmetastasen messbar effektiv. Indikationen zur lokalen Bestrahlung sind Schmerzen, Frakturgefahr, manifeste Fraktur sowie Kompression durch den Tumor, aber auch operative Interventionen am Knochen (Vermeidung des lokalen Rezidivs). Knochenmetastasen werden mit einem räumlichen oder funktionellen Sicherheitsabstand behandelt. Dabei variieren die Dosisfraktionierungsschemata erheblich: Bei Einzeldosen werden zwischen 2 und 8 Gy, bei Gesamtdosen zwischen 8 und 50 Gy angewendet. Bei Knochenmetastasen führt die Strahlentherapie zur Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität durch Schmerzlinderung und zum lokalem Tumorwachstumsstillstand. Die Ansprechraten beim Schmerz werden mit 80–90% angegeben. Röntgenologisch nachweisbare Rekalzifizierung schwankt zwischen 5 und 70%. Indikationen zur Halbkörperbestrahlung sind disseminierte schmerzhafte Knochenmetastasen beim Mamma-, Bronchial-, Prostatakarzinom und bei Non-Hodgkin-Lymphomen. Ihr Einsatz ist aufgrund von optimierter medikamentöser Schmerztherapie und Einführung einer wirksamen antiosteoklastischen Therapie (Bisphosphonate) rückläufig.
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Metadaten
Titel
Perkutane Strahlentherapie der Knochenmetastasen
verfasst von
Prof. Dr. I. A. Adamietz
Publikationsdatum
01.11.2005
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 11/2005
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-005-0968-4

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