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Erschienen in: Die Ophthalmologie 6/2022

25.05.2022 | Praxisrelevante Urteile | CME

Patientenaufklärung vor Augenoperationen

verfasst von: Prof. Dr. F. Tost, Sven Lichtschlag-Traut

Erschienen in: Die Ophthalmologie | Ausgabe 6/2022

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Zusammenfassung

Der Patientenaufklärung vor Augenoperation sind ein besonders hoher Stellenwert und Sorgfalt bei der Durchführung beizumessen. Nur wenn die wirksame Einwilligung in die Behandlung vorliegt, kann ein nach dem Stand der Medizin fehlerfrei durchgeführter chirurgischer Eingriff gemäß § 228 StGB (Strafgesetzbuch) straffrei bleiben. Im Arzthaftungsprozess wird regelmäßig der Vorwurf einer Aufklärungspflichtverletzung erhoben. Der Arzt trägt von vornherein die Beweislast dafür, dass er eine Einwilligung gemäß § 630d BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) eingeholt und entsprechend den Anforderungen des § 630e BGB aufgeklärt hat. Neben der unabdingbaren Vorgabe eines mündlichen Aufklärungsgespräches durch einen dazu befähigten Arzt, der über „sämtliche wesentliche Umstände“ der geplanten Augenoperation informiert, kommen der Einhaltung formaler Anforderungen an das Aufklärungsgespräch und einer schriftlichen Dokumentation mit den individuellen Gesprächsinhalten in einem Prozess entscheidende Bedeutung zu, um mögliche Haftungsrisiken von vornherein zu reduzieren.
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Metadaten
Titel
Patientenaufklärung vor Augenoperationen
verfasst von
Prof. Dr. F. Tost
Sven Lichtschlag-Traut
Publikationsdatum
25.05.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Ophthalmologie / Ausgabe 6/2022
Print ISSN: 2731-720X
Elektronische ISSN: 2731-7218
DOI
https://doi.org/10.1007/s00347-022-01647-x

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