Skip to main content
Erschienen in:

01.07.2012 | Leitthema

Primäre Lebertumoren – pathologisch-anatomische Diagnose

verfasst von: Dr. I. Tischoff, A. Tannapfel

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 7/2012

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Zusammenfassung

Primäre Lebertumoren leiten sich von Hepatozyten, Cholangiozyten und mesenchymalen Strukturen wie z. B. den Gefäßendothelien der Sinusoide ab. Hilfreich für die Diagnosestellung kann das Fehlen bzw. Vorliegen einer Leberzirrhose sein, da sich bestimmte Lebertumoren wie z. B. die fokale noduläre Hyperplasie (FNH) und das Leberzelladenom nahezu ausschließlich in nichtzirrhotischen Lebern finden. Demgegenüber weist das Umgebungslebergewebe bei dysplastischen Knoten oder beim hepatozellulären Karzinom (HCC) meist eine Leberzirrhose auf. Eine zunehmende Bedeutung kommt der pathohistologischen Diagnostik von Lebertumoren an Biopsiematerial zu, mit dem Ziel Lebertumoren/Läsionen zu klassifizieren und primäre Lebertumoren von Lebermetastasen abzugrenzen. Speziell beim Leberzelladenom strebt man die Subtypisierung zwischen einem Leberzelladenom mit oder ohne erhöhtem malignem Potenzial an. Bei der Diagnosestellung einiger Entitäten wie dem dysplastischen Knoten oder dem kombinierten hepatozellulären Karzinom/Cholangiokarzinom (HCC/CC) sollte man aufgrund der eingeschränkten Beurteilbarkeit von Biopsien sehr zurückhaltend sein. Eine wichtige Differenzialdiagnose primärer Lebertumoren sind Lebermetastasen, dies gilt insbesondere für das intrahepatische Cholangiokarzinom.
Literatur
1.
Zurück zum Zitat Bosman FT, Carneiro F, Hruban RH (Hrsg) (2010) WHO classification of tumours of the digestive system. 4 Aufl. World Health Orgn Bosman FT, Carneiro F, Hruban RH (Hrsg) (2010) WHO classification of tumours of the digestive system. 4 Aufl. World Health Orgn
2.
Zurück zum Zitat El-Serag, HB, Rudolph KL (2007) Hepatocellular carcinoma: epidemiology and molecular carcinogenesis. Gastroenterology 132:2557–2576PubMedCrossRef El-Serag, HB, Rudolph KL (2007) Hepatocellular carcinoma: epidemiology and molecular carcinogenesis. Gastroenterology 132:2557–2576PubMedCrossRef
3.
Zurück zum Zitat Meza-Junco J, Montano-Loza AJ, Ma M et al (2010) Choangiocarcinoma: Has there been any progress? Can J Gastroenterol 24:52–57PubMed Meza-Junco J, Montano-Loza AJ, Ma M et al (2010) Choangiocarcinoma: Has there been any progress? Can J Gastroenterol 24:52–57PubMed
4.
Zurück zum Zitat Nordenstedt H, White DL, El-Serag HB (2010) The changing pattern of epidemiology in hepatocellular carcinoma. Dig Liver Dis 42:206–214CrossRef Nordenstedt H, White DL, El-Serag HB (2010) The changing pattern of epidemiology in hepatocellular carcinoma. Dig Liver Dis 42:206–214CrossRef
5.
Zurück zum Zitat Patel T (2006) Increasing incidence and mortality of primary intrahepatic cholangiocarcinoma in the United States. Hepatology 33:1353–1357CrossRef Patel T (2006) Increasing incidence and mortality of primary intrahepatic cholangiocarcinoma in the United States. Hepatology 33:1353–1357CrossRef
6.
Zurück zum Zitat Tischoff I, Tannapfel A (2007) Hepatocellular carcinoma and cholangiocarcinoma- different prognosis, pathogenesis and therapy. Zentralbl Chir 132:300–305PubMedCrossRef Tischoff I, Tannapfel A (2007) Hepatocellular carcinoma and cholangiocarcinoma- different prognosis, pathogenesis and therapy. Zentralbl Chir 132:300–305PubMedCrossRef
7.
Zurück zum Zitat Venook AP, Papandreou CH, Furuse J, Ladron de Guevara L (2010) The inicdence and epidemiology of hepatocellular carcinoma: a global and regional perspective. Oncologist 15:5–13PubMedCrossRef Venook AP, Papandreou CH, Furuse J, Ladron de Guevara L (2010) The inicdence and epidemiology of hepatocellular carcinoma: a global and regional perspective. Oncologist 15:5–13PubMedCrossRef
8.
Zurück zum Zitat Wittekind CH, Meyer HJ (2010) TNM-Klassifikation maligner Tumoren. 7 Aufl. Wiley-VCH, Weinheim Wittekind CH, Meyer HJ (2010) TNM-Klassifikation maligner Tumoren. 7 Aufl. Wiley-VCH, Weinheim
Metadaten
Titel
Primäre Lebertumoren – pathologisch-anatomische Diagnose
verfasst von
Dr. I. Tischoff
A. Tannapfel
Publikationsdatum
01.07.2012
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 7/2012
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-012-2236-8

Weitere Artikel der Ausgabe 7/2012

Der Onkologe 7/2012 Zur Ausgabe

Neu im Fachgebiet Onkologie

Informierte Frauen neigen zu späterem Mammografie-Screening

Frauen in ihren 40ern, die über die Vor- und Nachteile des Mammografie-Screenings auf Brustkrebs informiert werden, neigen stärker dazu, den Screeningbeginn nach hinten zu verschieben. Die Mehrheit aber nähme das Angebot an, wie eine US-Studie zeigt.

Endometriose-Subtypen und das Risiko für Ovarialkarzinome

19.07.2024 Ovarialkarzinom Nachrichten

US-Kohortendaten sprechen dafür, dass verschiedene Endometrioseformen unterschiedlich mit dem Risiko für Ovarialkarzinome assoziiert sind. Besonders erhöht ist das Risiko offenbar bei tief infiltrierenden und ovariellen Endometrioseformen.

Die zelluläre Differenzierung wird wiederhergestellt

18.07.2024 Akute myeloische Leukämie Nachrichten

Ivosidenib von Servier ist ein Inhibitor der mutierten Isoform der Isocitrat-Dehydrogenase-1 (IDH1) und wird zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) eingesetzt. Die Substanz sorgt für die Wiederherstellung der zellulären Differenzierung.

Weißer Hautkrebs: Ein Update zu Diagnostik und Therapie

18.07.2024 Fortbildungswoche 2024 Kongressbericht

In der aktualisierten Version der S3-Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ gibt es neue Empfehlungen, unter anderem zu erweiterten Optionen bei aktinischer Keratose sowie zur systemischen und chirurgischen Behandlung von Plattenepithelkarzinomen. Ein Überblick.

Update Onkologie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.