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15.03.2021 | Prostatakarzinom | Leitthema | Ausgabe 5/2021

Der Urologe 5/2021

Familiäres Prostatakarzinom und genetische Prädisposition

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 5/2021
Autoren:
Dr. med. V. H. Meissner, M. Jahnen, MBA Prof. Dr. K. Herkommer

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine positive Familienanamnese (mindestens ein erstgradig betroffener Verwandter) haben 20 % aller Prostatakarzinompatienten und bei einem Teil dieser Patienten wird eine genetische Ursache angenommen.

Material und Methode

Eine Literaturrecherche und Analyse der Studien mittels PubMed und Embase zur Inzidenz, Diagnose und klinischem Verlauf des familiären im Vergleich zum sporadischen Prostatakarzinom (PCa) sowie mögliche genetische Ursachen wurden durchgeführt.

Ergebnisse

Das Risiko einer Prostatakrebserkrankung hängt u. a. von der Anzahl, dem Verwandtschaftsgrad und dem Erkrankungsalter der Männer in der Familie ab. Davon abhängig ist die Inzidenz erhöht und das Diagnosealter früher im Vergleich zum sporadischen PCa. Der Verlauf des familiären ist meist dem des sporadischen PCa vergleichbar, jedoch bei Vorliegen einer Keimbahnmutation ist es aggressiver und bedarf einer intensivierten Therapie.

Schlussfolgerungen

Zur Risikoeinschätzung ist das Erheben einer detaillierten Familienanamnese essentiell, ggf. auch die Erstellung eines Stammbaums inklusive der Karzinomanamnese der Familie. Bei Verdacht auf eine Hoch-Risiko-Familie sollte eine genetische Beratung durchgeführt werden und die PSA-Screeningintervalle (prostataspezifisches Antigen) jährlich und bereits ab dem 40. Lebensjahr durchgeführt werden. Bei Nachweis einer Keimbahnmutation kann eine intensivierte PCa-Therapie aufgrund eines aggressiveren Verlaufs nötig sein.

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