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03.11.2021 | Prostatakarzinom | Leitthema | Ausgabe 12/2021

Der Urologe 12/2021

Metachron oligometastasiertes Prostatakarzinom – viel hilft viel oder alleinige lokale Therapie?

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 12/2021
Autoren:
Prof. Dr. med. T. Steuber, T. Maurer, K. Miller
Wichtige Hinweise
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Zusammenfassung

Hintergrund

Prostatakarzinommetastasen können zum Zeitpunkt der Diagnose (de novo) oder metachron nach zunächst lokalisierter Erkrankung entstehen.

Fragestellung

Lokalisation, Prognose und individuelle Therapie der metachronen Oligometastasierung sollen dargestellt werden.

Material und Methode

Aktuelle Therapierrichtlinien und Literatur zur Therapie des hormonsensitiven, metachron oligometastasierten Prostatakarzinoms werden analysiert.

Ergebnisse

Moderne bildgebende Verfahren führen zur frühzeitigen Diagnose der metachronen Metastasierung im oligometastatischen Stadium und eröffnen die Möglichkeit der metastasengerichteten Therapie. Das metachron metastasierte Prostatakarzinom kann als lokoregionäre Lymphknotenmetastasierung (N1) oder Fernmetastasierung auftreten. Im Vordergrund bei der N1-Situation steht die Metastasenbehandlung durch chirurgische Exstirpation oder Bestrahlung. Fernmetastasen können im Rahmen eines individuellen Konzepts bestrahlt werden, um den Beginn einer medikamentösen Therapie herauszuzögern. Die Kombination aus Androgenentzug und Apalutamid oder Enzalutamid gelten als medikamentöse Standardtherapie der M1-Situation mit deutlichem Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen Kastration.

Schlussfolgerung

Das metachron oligometastasierte Prostatakarzinom ist ein heterogenes Krankheitsbild mit langsamerer Progression im Vergleich zur primären High-volume-Metastasierung. Individuelle Therapiekonzepte verlangsamen signifikant die Progression bei guter Verträglichkeit. Multimodale Behandlungen werden derzeit in prospektiven Studien evaluiert.

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