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Erschienen in: Zeitschrift für Allgemeinmedizin 7/2023

Open Access 22.09.2023 | Rauchen und Raucherentwöhnung | Originalien

Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Tabakraucher:innen in der hausärztlichen Versorgung: Zusammenhänge mit soziodemografischen Merkmalen, Rauchverhalten und Rauchstopp

verfasst von: Yekaterina Pashutina, Sabrina Kastaun, Kiara Majstorović, Olaf Reddemann, Stefan Wilm, Univ.-Prof. Dr. Daniel Kotz

Erschienen in: Zeitschrift für Allgemeinmedizin | Ausgabe 7/2023

Zusammenfassung

Hintergrund

Tabakrauchen geht mit einer Verschlechterung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (gLQ) einher. Tabakentwöhnung kann die gLQ deutlich verbessern. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Zusammenhänge zwischen soziodemografischen Merkmalen, Rauchverhalten, Rauchstopp und gLQ bei Tabakraucher:innen in der hausärztlichen Versorgung in Deutschland zu untersuchen.

Methoden

Datenbasis für die vorliegende Beobachtungsstudie war eine pragmatische cluster-randomisierte kontrollierte Interventionsstudie mit 3 Nachbefragungen (in Woche 4, 12 und 26) durchgeführt zwischen 06/2017 und 02/2020 in 52 Hausarztpraxen in Nordrhein-Westfalen. Analysiert wurden Daten von täglich oder gelegentlich tabakrauchenden Patient:innen ab 18 Jahren. Bei einer persönlich-mündlichen Erstbefragung wurden Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Tabakkonsummenge, Rauchverlangen und gLQ erfasst. Bei einer schriftlichen 26-Wochen-Nachbefragung wurden ein möglicher Rauchstopp in den letzten 6 Monaten sowie erneut die gLQ erfasst. Zusammenhänge wurden mithilfe multivariabler linearer Regressionen analysiert.

Ergebnisse

Insgesamt nahmen 1793 Patient:innen an der Erstbefragung und 518 an der Nachbefragung teil. Das Alter, ein niedriges im Vergleich zu einem hohen Bildungsniveau und die Stärke des Rauchverlangens zeigten einen negativen Zusammenhang mit der gLQ, während das männliche Geschlecht positiv mit der gLQ zusammenhing. Ein Zusammenhang zwischen einem Rauchstopp und einer Veränderung der gLQ ließ sich in der vorliegenden Arbeit nicht nachweisen.

Diskussion

Neben soziodemografischen Merkmalen hängt auch die Stärke des Rauchverlangens eng mit der gLQ zusammen. Dies sollte bei Präventions- und Behandlungsmaßnahmen für rauchende Patient:innen in der hausärztlichen Versorgung berücksichtigt werden.
Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Onlineversion dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s44266-023-00116-1) enthält eine zusätzliche Tabelle mit der Non-Response-Analyse.
Zusatzmaterial online – bitte QR-Code scannen

Hintergrund und Fragestellung

Die selbstberichtete gesundheitsbezogene Lebensqualität (gLQ) ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit. Das Tabakrauchen ist mit einer geringeren gLQ assoziiert. Bei tabakrauchenden Patient:innen in der hausärztlichen Versorgung in Deutschland liegen bislang kaum Daten dazu vor, wie die Soziodemografie, das Rauchverhalten und der Rauchstopp mit der gLQ zusammenhängen. Solche Erkenntnisse können die Optimierung und Individualisierung patientenzentrierter Tabakentwöhnungsmaßnahmen erleichtern.

Hintergrund

Tabakrauchen ist maßgeblich verantwortlich für zahlreiche, teilweise schwere und tödlich verlaufende Erkrankungen und stellt somit ein bedeutendes Gesundheitsrisiko für Menschen dar [1]. Trotz dieser Gefahr rauchen in Deutschland aktuell ca. 35 % der Bevölkerung ab 14 Jahren [2].
Die gLG ist ein subjektives und multidimensionales Konstrukt. Sie bildet physische, emotionale, mentale, soziale und alltagsfunktionale Komponenten der Funktionsfähigkeit und des Wohlbefindens aus Sicht der jeweiligen Person ab [3]. Die gLQ ist somit ein relevanter Gesundheitsindikator [4] und spielt oft eine entscheidende Rolle im diagnostischen und therapeutischen Entscheidungsprozess [5].
Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass das Tabakrauchen im Vergleich zum Nichtrauchen mit einer verringerten gLQ zusammenhängt und das Ausmaß dieses Zusammenhangs auch mit der Tabakkonsummenge assoziiert ist [6, 7]. Zudem weisen (inter-)nationale repräsentative Studien darauf hin, dass die Nikotinabhängigkeit, die mit dem Tabakkonsum einhergeht, negativ mit der gLQ zusammenhängt [8, 9]. Außerdem zeigen (inter-)nationale populationsbasierte Studien, dass neben dem Tabakkonsum auch das steigende Alter mit niedrigeren gLQ-Werten einhergeht, während das männliche Geschlecht und ein höheres Bildungsniveau im Zusammenhang mit einer höhere gLQ beschrieben sind [1012]. Darüber hinaus zeigen systematische Übersichtsarbeiten, dass die Tabakentwöhnung die gLQ deutlich verbessern kann [6, 7].
Viele Erkrankungen, die in der Hausarztpraxis behandelt werden, hängen eng mit dem Rauchen zusammen und die Mehrheit der Rauchenden in Deutschland berichtet von mindestens einem Hausarztbesuch pro Jahr [13]. Daher stellt die Hausarztpraxis einen idealen Ort dar, um Maßnahmen der Tabakentwöhnung zu initiieren. Dafür sollen Hausärzt:innen ihren rauchenden Patient:innen evidenzbasierte Kurzberatung zur Tabakentwöhnung routinemäßig anbieten [14].
Bislang mangelt es an Studien dazu, ob soziodemografische Merkmale, das Rauchverhalten und der Rauchstopp mit der gLQ bei rauchenden Patient:innen in der hausärztlichen Versorgung in Deutschland zusammenhängen. Das Verständnis von solchen Zusammenhängen kann dabei helfen, patientenzentrierte Maßnahmen zur Tabakentwöhnung zu optimieren und zu individualisieren [7]. Außerdem können Hausärzt:innen entsprechende Zusammenhänge bei den Motivationsgesprächen berücksichtigen, um die Rauchstoppmotivation ihrer Patient:innen gezielt zu fördern. Dabei ist es wichtig, auf Datenquellen zuzugreifen, die in einem hausärztlichen Patientenkollektiv erhoben wurden, um für Hausärzt:innen einen bestmöglichen Praxisbezug herzustellen.
Die vorliegende Arbeit hatte daher zum Ziel, bei erwachsenen (≥ 18 Jahre) tabakrauchenden Patient:innen im hausärztlichen Versorgungssetting in Deutschland folgende Forschungsfragen zu explorieren:
1.
Gibt es Zusammenhänge zwischen soziodemografischen Merkmalen, dem Rauchverhalten (Tabakkonsummenge, Rauchverlangen) und der gLQ?
 
2.
Gibt es Zusammenhänge zwischen einem Rauchstopp und der gLQ?
 

Methoden

Studiendesign und Setting

Als Datenbasis für die vorliegende Beobachtungsstudie diente eine pragmatische, cluster-randomisierte kontrollierte Interventionsstudie mit 3 Nachbefragungen (in Woche 4, 12 und 26; [15]). Die Studie wurde zwischen 06.2017 und 02.2020 in 52 Hausarztpraxen in Nordrhein-Westfalen an insgesamt 1937 Patient:innen durchgeführt. Das Ziel der Studie war die Weiterentwicklung und Evaluation eines Trainingsprogramms für Hausärzt:innen in der Kurzberatung rauchender Patient:innen zur Tabakentwöhnung. Design und Methodik der Studie sind ausführlich im Studienprotokoll beschrieben [15], Hauptergebnisse in Publikationen zur Studie [16, 17].
Eingeschlossen wurden Patient:innen ab 18 Jahren, die täglich oder gelegentlich Tabak (z. B. Zigaretten, Zigarre, Pfeife) rauchten und eine schriftliche Einwilligungserklärung zur Teilnahme an der Studie abgaben. Ausschlusskriterien waren dagegen eine starke Sprachbarriere oder kognitive Einschränkungen der Patient:innen.
Bei teilnehmenden Patient:innen wurden im Rahmen einer fragebogengestützten, persönlich-mündlichen Befragung in der Hausarztpraxis (Erstbefragung) folgende Daten erfasst: soziodemografische Merkmale, Tabakkonsummenge, Rauchverlangen und gLQ. In einer schriftlichen 26-Wochen-Nachbefragung, wurden Teilnehmende nach eventuell erfolgtem Rauchtopp zwischen der Erst- und der Nachbefragung erneut nach ihrer gLQ befragt.

Zielgröße

Die gLQ wurde mit dem European-Quality-of-Life‑5-Dimensions‑5-Level(EQ-5D-5L)-Fragebogen erfasst [18]. Der EQ-5D-5L-Fragebogen besteht aus 5 Items und einer visuellen Analogskala (EQ-VAS). Die Items erfassen 5 Dimensionen der subjektiven Gesundheit (Mobilität, Selbstversorgung, alltägliche Tätigkeiten, Schmerzen/Beschwerden und Angst/Niedergeschlagenheit) anhand von 5 Stufen der Beeinträchtigung (keine, leichte, mäßige, starke und extreme Beeinträchtigung). Individuelle Antworten von 5 Items wurden basierend auf Gewichtungswerten der Bevölkerung in Deutschland in einen EQ-5D-5L-Index umgerechnet [19]. Der EQ-5D-5L-Index stellt den Gesundheitszustand der Befragten von 0 = schlechtester bis 1 = bester Gesundheitszustand dar. Die EQ-VAS spiegelt den selbsteingeschätzten aktuellen Gesundheitszustand der Befragten von 0 = schlechtester bis 100 = bester Gesundheitszustand wider.

Prädiktoren

Als soziodemografische Merkmale wurden das Alter, das Geschlecht (weiblich, männlich) und das Bildungsniveau (niedrig = kein Schulabschluss/Haupt‑/Volksschule, mittel = Realschule/Mittlere Reife/polytechnische Oberschule 10. Klasse, hoch = Fachhochschulreife/Abitur/allgemeine Hochschulreife) erhoben.
Die Tabakkonsummenge wurde mit der Frage erfasst: „Wie viele Filterzigaretten oder selbstgedrehte oder selbstgestopfte Zigaretten oder Zigarren/Zigarillos oder Pfeifen oder Shisha rauchen Sie normalerweise pro Tag/Woche/Monat?“. Für jede Person wurde anschließend eine durchschnittliche Tabakkonsummenge pro Tag berechnet. Zur Berücksichtigung aller Tabakwaren wurde eine entsprechende Umrechnung in Zigarettenäquivalente mittels Gewichtungsfaktoren (Zigaretten = 1, Zigarren/Zigarillos = 3, Pfeifen = 3, Shisha = 3) durchgeführt [20].
Das Rauchverlangen – als Indikator für den Grad der Tabakabhängigkeit – wurde mit der Verlangen-zu-Rauchen-Skala (VRS), erfasst [21]. Die 1. Frage der VRS erfasst die Häufigkeit des Rauchverlangens: „Wie häufig haben Sie in den vergangenen 24 h das Verlangen verspürt zu rauchen?“ (Antwort: 0 = „Überhaupt nicht“, 1 = „Selten“, 2 = „Manchmal“, 3 = „Häufig“, 4 = „Fast immer“, 5 = „Immer“). Die 2. Frage der VRS erfasst die Stärke des Rauchverlangens: „Wie stark war dieses Verlangen im Allgemeinen?“ (Antwort: 1 = „Leicht“, 2 = „Mittelstark“, 3 = „Stark“, 4 = „Sehr stark“, 5 = „Extrem stark“; kodiert mit „0“, wenn 1. Frage gleich „0“).
Ein erfolgreicher Rauchstopp wurde mit 2 Fragen erfasst. Bei der 26-Wochen-Nachbefragung wurden Teilnehmende, die zur Erstbefragung angaben, Tabak geraucht zu haben, gefragt, a) ob sie in den vergangenen 6 Monaten einen oder mehrere Versuche unternommen hatten, um mit dem Tabakrauchen aufzuhören (0 = nein, 1 = ja). Personen, die diese Frage mit „Ja“ beantworteten, wurden zudem gefragt, b) „Wie lange hat der letzte Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, angehalten?“ (Antwort: 1 = „Ich bin immer noch rauchfrei“, 2 = „Weniger als einen Tag“, 3 = „Weniger als eine Woche“, 4 = „Weniger als einen Monat“, 5 = „Weniger als 3 Monate“, 6 = „Weniger als ein halbes Jahr“). Die Variable „erfolgreicher Rauchstopp“ wurde anschließend wie folgt kodiert: 0 = nein bzw. kein erfolgreicher Rauchstopp, wenn a) = 0 bzw. a) = 1 und b) = 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 zutrifft, sowie 1 = ja bzw. erfolgreicher Rauchstopp, wenn a) = 1 und b) = 1 vorliegt.

Statistische Analysen

Ein Studienprotokoll einschließlich Analyseplan wurde vor der Auswertung der Daten im Open Science Framework registriert: https://​osf.​io/​wsztd/​.
Zur Beantwortung der 1. Forschungsfrage wurde für den EQ-5D-5L-Index bzw. die EQ-VAS als metrische abhängige Variable je eine multivariable lineare Regressionsanalyse durchgeführt. Als unabhängige Variablen dienten: Alter (metrisch), Geschlecht (männlich vs. weiblich), Bildungsniveau (niedrig vs. hoch, mittel vs. hoch), Tabakkonsummenge (metrisch), Häufigkeit und Stärke des Rauchverlangens (jeweils metrisch, Stufe 0–5).
Zur Beantwortung der 2. Forschungsfrage wurde für den EQ-5D-5L-Index bzw. die EQ-VAS zunächst jeweils ein Differenzwert (∆ = Wert der Nachbefragung minus Wert der Erstbefragung) als Maß der Veränderung berechnet. Anschließend wurde für den ∆EQ-5D-5L-Index bzw. die ∆EQ-VAS als metrische abhängige Variable je eine multivariable lineare Regressionsanalyse mit der Variable „erfolgreicher Rauchstopp“ (ja vs. nein) als unabhängige Variable durchgeführt. Adjustiert wurde für die zum Zeitpunkt der Erstbefragung erfassten Variablen: Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Tabakkonsummenge, Häufigkeit und Stärke des Rauchverlangens, weil diese, wie im Hintergrundteil dieser Arbeit basierend auf der aktuellen Literatur zum Thema dargestellt, mit dem Rauchstopp und der gLQ assoziiert sein können. Die jeweiligen Kovariaten wurden in beiden Modellen berücksichtigt, um deren mögliche störende Effekte auf die Assoziation zwischen unabhängiger und abhängiger Variable zu kontrollieren und somit die Genauigkeit des jeweiligen Modells zu steigern.
Die einzelnen Analysen wurden mit vorliegenden Daten durchgeführt. Personen mit fehlenden Werten wurden aus den Analysen ausgeschlossen. Zur Überprüfung einer möglichen Stichprobenverzerrung zum Zeitpunkt der 26-Wochen-Nachbefragung wurde eine Non-Response-Analyse mittels χ2-Tests bzw. t‑Tests durchgeführt. Dabei wurde die Response-Gruppe mit der Non-Response-Gruppe (Patient:innen, die an der Nachbefragung nicht teilnahmen oder nicht alle für die 2. Fragestellung relevanten Fragen beantworteten) hinsichtlich soziodemografischer Merkmale, des Rauchverhaltens sowie der gLQ verglichen.

Ergebnisse

Studienpopulation

Insgesamt 1793 Tabakrauchende mit vollständigen Daten (93,0 % von N = 1937) nahmen an der Erstbefragung teil. Das Durchschnittsalter lag bei 46,5 Jahren (Standardabweichung [SD] = 15,8) und 52,8 % (n = 946) waren weiblich (Tab. 1). An der 26-Wochen-Nachbefragung nahmen insgesamt 518 Personen mit vollständigen Daten teil (28,9 % von n = 1793). Davon berichteten 10,8 % (n = 56) über einen erfolgreichen Rauchstopp zwischen der Erst- und der Nachbefragung.
Tab. 1
Charakteristika der Studienpopulation
Merkmale
Tabakrauchende
Erstbefragung (n = 1793)
Alter (M ± SD)
46,5 ± 15,8
Geschlecht
 Männlich
47,2 (847)
 Weiblich
52,8 (946)
Bildungsniveaua
 Niedrig
36,2 (649)
 Mittel
42,9 (769)
 Hoch
20,9 (375)
EQ-5D-5L Indexb (M ± SD)
0,8 ± 0,3
EQ-VASb (M ± SD)
65,4 ± 21,4
Tabakkonsummengec (M ± SD)
14,1 ± 10,0
Häufigkeit des Rauchverlangensd (M ± SD)
1,9 ± 1,5
Stärke des Rauchverlangensd (M ± SD)
1,6 ± 1,2
26-Wochen-Nachbefragung (n = 518)
Rauchstopp in den letzten 6 Monaten
 Ja
10,8 (56)
 Nein
89,2 (462)
EQ-5D-5L Indexb (M ± SD)
0,9 ± 0,2
EQ-VASb (M ± SD)
75,9 ± 17,6
Daten sind als prozentualer Anteil (absolute Zahl) oder als M = Mittelwert ± SD = Standardabweichung
aNiedrig = kein Schulabschluss, Haupt‑/Volksschule, mittel = Realschule/Mittlere Reife/polytechnische Oberschule 10. Klasse, hoch = Fachhochschulreife/Abitur/allgemeine Hochschulreife
bEuropean-Quality-of-Life‑5-Dimensions‑5-Level-Fragebogen-Index (Wert: 0 = schlechtester bis 1 = bester Gesundheitszustand) und VAS = visuelle Analogskala (Wert: 0 = schlechtester bis 100 = bester heutiger Gesundheitszustand; [18])
cDurchschnittsmenge täglich gerauchter Tabakwaren (inkl. Filterzigaretten, selbstgedrehte/selbstgestopfte Zigaretten, Zigarren/Zigarillos, Pfeifen, Shisha)
dGemessen mit der Verlangen-zu-Rauchen-Skala (Stufe: 0–5; [21])
Die Non-Response-Analyse zeigte Unterschiede zwischen der Response-Gruppe (n = 518) und der Non-Response-Gruppe (n = 1275; siehe Supplement – Tab. 1). So war die Response-Gruppe im Mittel älter, häufiger weiblich und berichtete von einem häufigeren Rauchverlangen.

Zusammenhänge zwischen soziodemografischen Merkmalen, Rauchverhalten und gLQ

Wie in Tab. 2 dargestellt hingen das Alter und die Stärke des Rauchverlangens negativ mit dem EQ-5D-5L-Index und der EQ-VAS zusammen. Stieg beispielsweise die Stärke des Rauchverlangens auf der VRS um eine Stufe, sank der EQ-5D-5L-Indexwert um 0,03 Punkte bzw. der EQ-VAS-Wert um 2,5 Punkte. Zudem hatten Befragte mit einem niedrigeren Bildungsniveau niedrigere EQ-5D-5L-Index-Werte als Befragte mit einem hohen Bildungsniveau. Das männliche Geschlecht hing dagegen positiv mit dem EQ-5D-5L-Index und der EQ-VAS zusammen. Keine statistisch signifikanten Zusammenhänge ergaben sich zwischen der Tabakkonsummenge bzw. der Häufigkeit des Rauchverlangens und dem EQ-5D-5L-Index sowie der EQ-VAS.
Tab. 2
Zusammenhänge zwischen soziodemografischen Merkmalen, der Tabakkonsummenge, dem Rauchverlangen und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei Tabakrauchenden zum Zeitpunkt der Erstbefragung (n = 1793)
Merkmale
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
 
EQ-5D-5L-Indexa
EQ-VASa
 
B
95 %-KI
p-Wert
B
95 %-KI
p-Wert
Alter
−0,001
−0,002
−0,001
p < 0,001
−0,077
−0,143
−0,011
p = 0,023
Geschlecht
 Männlich vs. weiblich
0,067
0,043
0,092
p < 0,001
3,237
1,258
5,217
p = 0,001
Bildungsniveau b
 Niedrig vs. hoch
−0,072
−0,107
−0,037
p < 0,001
−1,664
−4,497
1,169
p = 0,249
 Mittel vs. hoch
−0,030
−0,062
0,003
p = 0,072
0,401
−2,211
3,013
p = 0,763
Tabakkonsummengec
0,000
−0,002
0,001
p = 0,587
−0,075
−0,189
0,038
p = 0,191
Häufigkeit des Rauchverlangensd
−0,005
−0,017
0,007
p = 0,410
−0,376
−1,346
0,594
p= 0,447
Stärke des Rauchverlangensd
−0,027
−0,042
−0,012
p < 0,001
−2,538
−3,753
−1,323
p < 0,001
R2
0,068
0,048
B Regressionskoeffizient, 95%-KI Konfidenzintervall, R2 Determinationskoeffizient der multivariablen linearen Regressionsanalyse
aEuropean Quality of Life 5 Dimensions 5 Level Fragebogen Index (Wert: 0 = schlechtester bis 1 = bester Gesundheitszustand) und VAS = visuelle Analogskala (Wert: 0 = schlechtester bis 100 = bester aktueller Gesundheitszustand) [18]
bNiedrig = kein Schulabschluss, Haupt‑/Volksschule, mittel = Realschule/Mittlere Reife/polytechnische Oberschule 10. Klasse, hoch = Fachhochschulreife/Abitur/allgemeine Hochschulreife
cDurchschnittsmenge täglich gerauchter Tabakwaren (inkl. Filterzigaretten, selbstgedrehte/selbstgestopfte Zigaretten, Zigarren/Zigarillos, Pfeifen, Shisha)
dGemessen mit der Verlangen-zu-Rauchen-Skala (Stufe: 0–5; [21])

Zusammenhänge zwischen Rauchstopp und gLQ

Wie in Tab. 3 dargestellt hingen weder der ∆EQ-5D-5L-Index noch die ∆EQ-VAS statistisch signifikant mit der Variable „erfolgreicher Rauchstopp“ zusammen.
Tab. 3
Zusammenhang zwischen dem Rauchstopp und der Veränderung in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei Teilnehmenden zum Zeitpunkt der 26-Wochen-Nachbefragung (n = 518)
 
Gesundheitsbezogene Lebensqualität
 
∆EQ-5D-5L-Indexa
∆EQ-VASb
 
B
95 %-KI
p-Wert
B
95 %-KI
p-Wert
Rauchstopp (ja vs. nein)
−0,019
−0,084
0,045
p = 0,561
3,464
−2,197
9,125
p = 0,230
R2
0,025
0,031
B Regressionskoeffizient, 95%-KI Konfidenzintervall, R2 Determinationskoeffizient der multivariablen linearen Regressionsanalyse; Modell adjustiert für die zum Zeitpunkt der Erstbefragung erfassten Variablen Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Tabakkonsummenge, Häufigkeit und Stärke des Rauchverlangens; ∆ = Differenzwert (Wert der Nachbefragung minus Wert der Erstbefragung), positiver Wert = Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zum Zeitpunkt der Nachbefragung
aEuropean-Quality-of-Life-5 Dimensions-5 Level-Fragebogen-Index (Wert: 0 = schlechtester bis 1 = bester Gesundheitszustand) und
bVAS = visuelle Analogskala (Wert: 0 = schlechtester bis 100 = bester aktueller Gesundheitszustand; [18])

Diskussion

Die vorliegende Untersuchung bei tabakrauchenden Patient:innen aus Hausarztpraxen in Nordrhein-Westfalen zeigte, dass die Stärke des Rauchverlangens, das Lebensalter sowie ein niedriges im Vergleich zu einem hohen Bildungsniveau negativ mit der gLQ zusammenhingen. Das männliche Geschlecht zeigte sich dagegen als Prädiktor für eine bessere gLQ. Unterschiede in der Veränderung der gLQ bei Patient:innen, die bei der Nachbefragung von einem erfolgreichen Rauchstopp bzw. keinem/erfolglosem Rauchstopp in den letzten 6 Monaten berichteten, ließen sich in der vorliegenden Arbeit nicht nachweisen.
Die in unserer Arbeit gezeigten Zusammenhänge zwischen den soziodemografischen Merkmalen und der gLQ stimmen mit den Ergebnissen (inter-)nationaler populationsbasierter Studien überein [1012]. Mit steigendem Lebensalter nehmen Gesundheitsprobleme deutlich zu [22], was sich in Kombination mit dem gesundheitsschädlichen Tabakrauchen in einer verschlechterten gLQ widerspiegeln kann. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der gLQ lassen sich möglicherweise dadurch erklären, dass Frauen im Vergleich zu Männern anfälliger für Gesundheitsschäden durch das Tabakrauchen sind [23]. Sozioökonomischer Status geht mit einem höheren Erkrankungsrisiko und häufigeren Einschränkungen durch Gesundheitsprobleme einher [22], was sowohl die berichteten bildungs- als auch geschlechtsbezogenen Unterschiede erklären könnte, da Frauen häufiger einen geringeren sozioökonomischer Status aufweisen [22].
In Bezug auf das Rauchverhalten zeigen systematische Übersichtsarbeiten, dass ein höherer Zigarettenkonsum mit einer schlechteren gLQ einhergeht [6, 7]. Repräsentative Studien aus dem (inter-)nationalen Raum zeigten zudem einen negativen Zusammenhang zwischen der mit dem Tabakkonsum einhergehenden Nikotinabhängigkeit und der gLQ [8, 9]. Auch die vorliegende Arbeit zeigte, dass ein stärkeres Rauchverlangen als Indikator für den Grad der Tabakabhängigkeit mit einer geringeren gLQ zusammenhängt.
Darüber hinaus berichteten systematische Übersichtsarbeiten, dass die Tabakentwöhnung eng mit einer verbesserten gLQ zusammenhängt [6, 7]. In der vorliegenden Arbeit konnte dagegen kein Zusammenhang zwischen dem Rauchstopp und der gLQ gezeigt werden. Eine frühere Studie aus den USA untersuchte bei Medicare-Versicherten (≥ 65 Jahre), ob der Rauchstatus (langfristiger Rauchstopp (≥ 12 Monate), kurzfristiger Rauchstopp (< 12 Monate), aktuell Rauchende) mit der gLQ zusammenhängt. Dabei konnte sie zeigen, dass Personen mit kurzfristigem Rauchstopp ähnliche gLQ-Werte wie aktuell Rauchende aufwiesen, diese Werte aber deutlich niedriger als bei Personen mit langfristigem Rauchstopp waren [24]. Möglicherweise sind die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit auf die Abstinenzdauer zurückzuführen. Der Rauchstopp der Teilnehmenden lag 2 Tage bis maximal 6 Monate zurück. Somit könnten die mit einem kurzfristigeren Rauchstopp einhergehenden noch bestehenden Entzugserscheinungen die gLQ weiterhin negativ beeinflussen. Womöglich war auch der Zeitraum, in dem der Rauchstopp erfasst wurde, relativ kurz, um mögliche positive Veränderungen in der gLQ beobachten zu können. Eine mögliche unzureichende Responsivität des EQ-5D-5L gegenüber Veränderungen könnte ein weiterer Grund für den fehlenden Zusammenhang sein [25].

Stärken und Schwächen

Die vorliegende Arbeit basiert auf Daten einer pragmatischen Studie, die im hausärztlichen Versorgungssetting durchgeführt wurde und ein relativ großes, routinemäßig behandeltes Patientenkollektiv umfasste. Die Datenerhebung zum Zeitpunkt der Erstbefragung fand persönlich-mündlich statt. Im Vergleich zu selbstadministrierten Befragungsformen hat diese Befragungsform eine höhere Antwortquote und erzeugt relativ wenige fehlende Werte. Bei dieser Befragungsform ist allerding eine mögliche Antwortverzerrung durch den Effekt der sozialen Erwünschtheit zu beachten, vor allem wenn es um schambehaftete Themen wie das Rauchverhalten geht. Solche Antwortverzerrung könnte somit zur Unterschätzung der untersuchten Zusammenhänge (z. B. zwischen der Tabakkonsummenge und der gLQ) führen. Bedingt durch das Design der vorliegenden Beobachtungsstudie können außerdem keine Rückschlüsse auf die Kausalität der beobachteten Zusammenhänge gezogen werden [26]. In den multivariablen Modellen wurde nur für eine bestimmte Anzahl von Kovariaten kontrolliert. Weitere relevante Variablen, wie z. B. Morbidität oder Dauer des Tabakkonsums, konnten aufgrund fehlender Verfügbarkeit nicht als potenzielle Störfaktoren in den Analysen berücksichtigt werden. Darüber hinaus war die Response-Rate zum Zeitpunkt der 26-Wochen-Nachbefragung relativ gering (29,0 %) und es fanden sich Unterschiede zwischen der Response- und der Non-Response-Gruppe in Bezug auf das Alter, das Geschlecht und die Häufigkeit des Rauchverlangens. Dies könnte die statistische Aussagekraft zur Feststellung des Zusammenhangs (z. B. zwischen dem Rauchstopp und der gLQ) beeinträchtigen und die Generalisierbarkeit der Ergebnisse verringern.

Fazit für die Praxis

  • Bei rauchenden Patient:innen des hausärztlichen Versorgungssettings hängt neben soziodemografischen Merkmalen auch die Stärke des Rauchverlangens eng mit der gesundheitsbezogene Lebensqualität (gLQ) zusammen, was bei der Optimierung und Individualisierung patientenzentrierter Präventions- und Behandlungsmaßnahmen berücksichtigt werden sollte.
  • Diese Erkenntnis kann beispielsweise in die routinemäßige Kurzberatung von rauchenden Patient:innen zur Tabakentwöhnung integriert werden, um die individuelle Relevanz des Rauchstopps und der Behandlung der Tabakabhängigkeit anzusprechen und somit die Rauchstoppmotivation gezielter zu fördern.
  • Der Zusammenhang zwischen dem Rauchstopp und der gLQ in dem hausärztlichen Patientenkollektiv sollte in weiteren Studien, an größeren Stichproben, mit einer längeren Beobachtungsdauer und unter Berücksichtigung relevanter potenzieller Störfaktoren untersucht werden.

Danksagung

Die Autoren bedanken sich bei allen Hausärzt:innen und Patient:innen, die die Studie durch ihre Teilnahme unterstützt haben.

Förderung

Die ABC-II-Studie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert (Förderkennzeichen ZMVI1-2516DSM221). Der Förderer hatte keinen Einfluss auf Design und Durchführung der Studie, Sammlung, Analyse und Interpretation der Studiendaten sowie auf Entwurf, Revision und Veröffentlichung von Studienergebnissen.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

Y. Pashutina, S. Kastaun, K. Majstorović, O. Reddemann, S. Wilm und D. Kotz geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Studie wurde von der Ethikkommission der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) positiv begutachtet (5999R) und prospektiv im Deutschen Register Klinischer Studien registriert (DRKS00012786).
Open Access Dieser Artikel wird unter der Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz veröffentlicht, welche die Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und Wiedergabe in jeglichem Medium und Format erlaubt, sofern Sie den/die ursprünglichen Autor(en) und die Quelle ordnungsgemäß nennen, einen Link zur Creative Commons Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden.
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Literatur
1.
Zurück zum Zitat Deutsches Krebsforschungszentrum (2020) Tabakatlas Deutschland 2020, 1. Aufl. Pabst Science Publishers, Lengerich Deutsches Krebsforschungszentrum (2020) Tabakatlas Deutschland 2020, 1. Aufl. Pabst Science Publishers, Lengerich
15.
Zurück zum Zitat Kastaun S, Leve V, Hildebrandt J, Funke C, Becker S, Lubisch D et al (2019) Effectiveness of training general practitioners to improve the implementation of brief stop-smoking advice in German primary care: study protocol of a pragmatic, 2‑arm cluster randomised controlled trial (the ABCII trial). BMC Fam Pract 20(1):107. https://doi.org/10.1186/s12875-019-0986-8CrossRefPubMedPubMedCentral Kastaun S, Leve V, Hildebrandt J, Funke C, Becker S, Lubisch D et al (2019) Effectiveness of training general practitioners to improve the implementation of brief stop-smoking advice in German primary care: study protocol of a pragmatic, 2‑arm cluster randomised controlled trial (the ABCII trial). BMC Fam Pract 20(1):107. https://​doi.​org/​10.​1186/​s12875-019-0986-8CrossRefPubMedPubMedCentral
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Zurück zum Zitat Latza U, Hoffmann W, Terschüren C, Chang-Claude J, Kreuzer M, Schaffrath RA et al (2005) Erhebung, Quantifizierung und Analyse der Rauchexposition in epidemiologischen Studien. Robert Koch-Institut, Berlin Latza U, Hoffmann W, Terschüren C, Chang-Claude J, Kreuzer M, Schaffrath RA et al (2005) Erhebung, Quantifizierung und Analyse der Rauchexposition in epidemiologischen Studien. Robert Koch-Institut, Berlin
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Zurück zum Zitat Robert Koch-Institut (Hrsg) (2015) Gesundheit in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. RKI, Berlin Robert Koch-Institut (Hrsg) (2015) Gesundheit in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. RKI, Berlin
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Zurück zum Zitat Hays RD, Wilder Smith A, Reeve BB, Spritzer KL, Marcus SE, Clauser SB (2008) Cigarette smoking and health-related quality of life in medicare beneficiaries. Health Care Financ Rev 29(4):57–67PubMedPubMedCentral Hays RD, Wilder Smith A, Reeve BB, Spritzer KL, Marcus SE, Clauser SB (2008) Cigarette smoking and health-related quality of life in medicare beneficiaries. Health Care Financ Rev 29(4):57–67PubMedPubMedCentral
Metadaten
Titel
Gesundheitsbezogene Lebensqualität von Tabakraucher:innen in der hausärztlichen Versorgung: Zusammenhänge mit soziodemografischen Merkmalen, Rauchverhalten und Rauchstopp
verfasst von
Yekaterina Pashutina
Sabrina Kastaun
Kiara Majstorović
Olaf Reddemann
Stefan Wilm
Univ.-Prof. Dr. Daniel Kotz
Publikationsdatum
22.09.2023
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Allgemeinmedizin / Ausgabe 7/2023
Print ISSN: 1433-6251
Elektronische ISSN: 1439-9229
DOI
https://doi.org/10.1007/s44266-023-00116-1

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