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Erschienen in:

01.05.2006 | Leitthema

Rehabilitative Maßnahmen bei Patienten mit Pankreaskarzinom

verfasst von: Prof. Dr. H. Delbrück

Erschienen in: Die Onkologie | Ausgabe 5/2006

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Zusammenfassung

So lange die potenziell kurativen Nachsorgemaßnahmen (Rezidivprophylaxe, Rezidivfrüherkennung und Rezidivtherapien) nicht den Nachweis eines signifikanten Überlebensvorteils erbracht haben, so lange müssen rehabilitative und palliative Maßnahmen in der Nachbetreuung von Pankreaskarzinompatienten Vorrang haben. Rehabilitationsmaßnahmen kommen sowohl für potenziell kurativ als auch palliativ Behandelte in Frage. Das Spektrum möglicher somatischer Rehabilitationsbedürftigkeiten reicht von Stoffwechselstörungen, Unter- und Fehlernährung, gastrointestinalen Beschwerden bis hin zu Schmerzen, Hilfen bei der Krankheitsverarbeitung, bei Ängsten und Depressionen, Stärkung der Compliance. Die frühzeitige Organisierung von Fremdhilfe und sozialer Unterstützung ist bei diesen zumeist älteren Patienten mit bekanntlich rascher Krankheitsprogression besonders wichtig. Die Beurteilung der beruflichen Leistungsfähigkeit ist abhängig von der Tumorlokalisation, ob eine R0- oder R1-Resektion durchgeführt wurde, vom Umfang der Pankreasresektion, von Begleiterkrankungen, der eventuellen Durchführung von adjuvanten Therapien und nicht zuletzt von der körperlichen Leistungsfähigkeit und -bereitschaft des Betroffenen.
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Metadaten
Titel
Rehabilitative Maßnahmen bei Patienten mit Pankreaskarzinom
verfasst von
Prof. Dr. H. Delbrück
Publikationsdatum
01.05.2006
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 5/2006
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-006-1051-5

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