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Erschienen in:

01.03.2024 | Sicherung der Atemwege | Einführung zum Thema

Atemwegssicherung und Narkose in der Notfall- und Akutmedizin

verfasst von: Dr. med. Christian Peter Both, Prof. Dr. med. Jochen Hinkelbein, PD Dr. Björn Hossfeld

Erschienen in: Notfall + Rettungsmedizin | Ausgabe 2/2024

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Auszug

Atemwegssicherung und Narkose sind wesentliche Kernkompetenzen in der Notfall- und Akutmedizin. Zwar wird von Zeit zu Zeit wiederkehrend darüber diskutiert, ob diese Maßnahmen in der prähospitalen Versorgung das Behandlungsergebnis bei Patienten verbessern, letztlich jedoch wurde bewiesen, dass prähospital indizierte Maßnahmen auch dort durchgeführt werden müssen und dabei nicht notwendigerweise eine relevante Verzögerung auftritt [1]. Entsprechend erfahren täglich zahllose Patienten vom Kleinkind bis zum Greis Narkose und Atemwegssicherung außerhalb der operativen Anästhesie, auf Intensivstation, in den Notfallaufnahmen und im Notarztdienst. Dabei sind die Durchführenden nicht immer nur in diesen Verfahren routinierte Anästhesisten, sondern Notfallmediziner aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und unter Umständen auch Notfallsanitäter. Fehlversuche bei der Intubation werden dabei in bis zu einem Drittel der Fälle beschrieben und bereits mit dem zweiten Intubationsversuch steigt das Risiko für Komplikationen um das Dreifache [2, 3]; Sakles formuliert deshalb die Notwendigkeit einer erfolgreichen Atemwegssicherung im ersten Versuch („first pass success“; [4]). …
Literatur
1.
Zurück zum Zitat Kulla M, Helm M, Lefering R, Walcher F (2012) Prehospital endotracheal intubation and chest tubing does not prolong the overall resuscitation time of severely injured patients: a retrospective, multicentre study of the trauma registry of the German society of trauma surgery. Emerg Med J 29:497–501CrossRefPubMed Kulla M, Helm M, Lefering R, Walcher F (2012) Prehospital endotracheal intubation and chest tubing does not prolong the overall resuscitation time of severely injured patients: a retrospective, multicentre study of the trauma registry of the German society of trauma surgery. Emerg Med J 29:497–501CrossRefPubMed
2.
Zurück zum Zitat Mort TC (2004) Emergency tracheal intubation: complications associated with repeated laryngoscopic attempts. Anesth Analg 99:607–613CrossRefPubMed Mort TC (2004) Emergency tracheal intubation: complications associated with repeated laryngoscopic attempts. Anesth Analg 99:607–613CrossRefPubMed
3.
Zurück zum Zitat Russotto V, Myatra SN, Laffey JG et al (2021) Intubation practices and adverse peri-intubation events in critically ill patients from 29 countries. JAMA 325:1164–1172CrossRefPubMedPubMedCentral Russotto V, Myatra SN, Laffey JG et al (2021) Intubation practices and adverse peri-intubation events in critically ill patients from 29 countries. JAMA 325:1164–1172CrossRefPubMedPubMedCentral
4.
Zurück zum Zitat Sakles JC, Chiu S, Mosier J, Walker C, Stolz U (2013) The importance of first pass success when performing orotracheal intubation in the emergency department. Acad Emerg Med 20:71–78CrossRefPubMedPubMedCentral Sakles JC, Chiu S, Mosier J, Walker C, Stolz U (2013) The importance of first pass success when performing orotracheal intubation in the emergency department. Acad Emerg Med 20:71–78CrossRefPubMedPubMedCentral
5.
Zurück zum Zitat Prekker ME et al (2023) Video versus direct laryngoscopy for tracheal intubation of critically Ill adults. N Engl J Med 389:418–429CrossRefPubMed Prekker ME et al (2023) Video versus direct laryngoscopy for tracheal intubation of critically Ill adults. N Engl J Med 389:418–429CrossRefPubMed
Metadaten
Titel
Atemwegssicherung und Narkose in der Notfall- und Akutmedizin
verfasst von
Dr. med. Christian Peter Both
Prof. Dr. med. Jochen Hinkelbein
PD Dr. Björn Hossfeld
Publikationsdatum
01.03.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 2/2024
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-024-01302-9

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