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22.04.2020 | Tuberkulose | Originalarbeit | Ausgabe 4/2020

Prävention und Gesundheitsförderung 4/2020

Das VUCA plus der Tuberkulose in Deutschland und die Notwendigkeit einer Strategie 2.0

Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung > Ausgabe 4/2020
Autor:
MTropPaed, DTMH, DipEPP PD Dr. med. habil. Josef Weigl
Wichtige Hinweise
Der Autor ist Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen und Facharzt für Kinderheilkunde mit Schwerpunktbezeichnungen Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin und Zusatzbezeichnung Tropenmedizin; langjährige akademische Tätigkeit in pädiatrischer Infektiologie und Habilitation auf dem Gebiet der Infektionsepidemiologie innerhalb der Pädiatrie. Forschungen zu Atemwegsinfektionen bei Kindern im Zusammenhang mit dem Forschungsnetzwerk pid-ari.net, ein infektionsepidemiologisches Forschungsnetzwerk gefördert vom BMBF von 1999 bis 2005 innerhalb der Netzwerkforschungsinitiative. Danach Forschung und Entwicklung von Impfstoffen in der Industrie und in der Biotechnologie. Der Autor leitet heute das Amt für Gesundheit des Kreises Plön in der Holsteinischen Schweiz.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Ansteckung zu verhindern ist das höchste Ziel jeder Tuberkulose- (TB-)Kontrollstrategie. Bisher werden aber in Deutschland Asylsuchende/Migranten nur dann aktiv einer Screeninguntersuchung unterzogen, wenn sie in eine Gemeinschaftsunterkunft aufgenommen werden.

Methoden

Die derzeitige TB-Kontrollstrategie in Deutschland wird anhand einer SWOT-Analyse, des VUCA plus-Konzepts und einer „Stakeholder-Analyse“ unter Einbeziehung der Wirksamkeit der aktiven Fallfindung (AFF), der passiven Fallfindung (PFF), der Umgebungsuntersuchung (UUS) und der effizienten TB-Therapie, beurteilt.

Ergebnisse

Entsprechend der „number needed to screen“ (NNS) müssten Asylsuchende und unbegleitete Minderjährige aus den meisten Ländern bei Ankunft auf eine aktive TB hin mittels einer Röntgenthoraxaufnahme untersucht werden, unabhängig von der Art der Unterbringung. Dies würde Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren und eine Nachuntersuchung pro Jahr über 3 bis 5 Jahren hinweg, mit einer 2‑fachen Untersuchung im 1. Jahr, mit einschließen.

Schlussfolgerungen

Die verfügbaren Daten zur Epidemiologie und zur NNS sind ausreichend, um eine effizientere Kontrollstrategie für TB bei Migranten nach Deutschland zu entwickeln, um die bestehenden Lücken zu schließen. Es ist an der Zeit zu handeln.

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