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30.04.2018 | Leitthema | Ausgabe 9/2018

Der Ophthalmologe 9/2018

Deep Learning zur Unterstützung der Therapieentscheidung bei intravitrealen Injektionen

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 9/2018
Autoren:
Dr. med. P. Prahs, D. Märker, C. Mayer, H. Helbig

Zusammenfassung

Die Methoden des maschinellen Lernens als Teilgebiet der Forschung an künstlicher Intelligenz haben in den letzten Jahren Fortschritte gemacht und zeigen beeindruckende Erfolge. Im Folgenden schildern wir die Anwendung der Methode auf die Evaluation von OCT(optische Kohärenztomographie)-Bildern der zentralen Netzhaut bezüglich des Vorliegens der Indikation zur Behandlung mit intravitrealen Anti-VEGF(„vascular endothelial growth factor“)-Antikörpern. Wir trainierten ein neuronales Netzwerk mit Behandlungsdaten der Universitätsklinik Regensburg aus den Jahren 2008 bis 2016. In über 95 % der Fälle gelang es, die Indikation für eine Injektionsbehandlung mittels eines OCT-B-Scans ohne menschliches Zutun vorauszusagen. Trotz der guten Klassifikationsleistung müssen Ergebnisse der Deep-Learning-Methoden stets vom behandelnden Arzt geprüft werden, da Fehlklassifikationen aufgrund der probabilistischen Natur der Methode im Einzelfall nie auszuschließen sind.

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