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28.07.2017 | Leitthema | Ausgabe 12/2017

Der Unfallchirurg 12/2017

Degeneration der Tibialis‑posterior-Sehne

Bewährtes und Neues

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 12/2017
Autor:
Prof. Dr. Markus Walther
Wichtige Hinweise

Redaktion

H. Polzer, München

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Degeneration der Tibialis-posterior-Sehne entsteht meist auf der Basis einer kongenitalen Valgusfehlstellung des Kalkaneus. Weitere assoziierte Pathologien sind eine Vorfußsupination und -abduktion sowie eine Verkürzung des M. gastrocnemius.

Diagnostik

Belastete Aufnahmen des Fußes in 3 Ebenen und eine Rückfußachsaufnahme erlauben die Beurteilung der Achsen unter statischer Belastung. Die Tibialis-posterior-Sehne kann sonographisch und im MRT dargestellt werden. Informationen zu einer fettigen Degeneration des M. tibialis liefert das MRT.

Konservative Therapie

Eine mechanische Entlastung der Tibialis-posterior-Sehne kann durch rückfußfassende Einlagen oder Orthesen erfolgen.

Operative Therapie

Die alleinige Therapie der Tibialis-posterior-Sehne hat sich nicht bewährt. Zentrales Element ist die Korrektur des Rückfußvalgus durch eine medialisierende Kalkaneusosteotomie. Eine laterale Kalkaneusverlängerungsosteotomie und eine dorsale Open-wedge-Osteotomie des Os cuneiforme mediale (Cotten-Osteotomie) können zusätzlich indiziert sein. Die Augmentation der Tibialis-posterior-Sehne erfolgt durch eine Transposition der Sehne des M. flexor digitorum longus auf das Os naviculare. Rupturen des Pfannenbandes werden rekonstruiert, zusätzlich kann ein Sinus-tarsi-Spacer verwendet werden. Eine Verkürzung des M. gastrocnemius wird durch ein Release des Sehnenspiegels adressiert. Erste Arbeiten beschreiben den Einsatz biologisch aktiver Substanzen wie Platelet Rich Plasma.

Ergebnisse

Die Beseitigung der Rückfußfehlstellung und das konsequente Adressieren der verschiedenen Komponenten führen zu einer signifikanten Verbesserung der Fußfunktion. Limitierend wirken sich vorbestehende degenerative Veränderungen aus.

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