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22.01.2020 | Übersicht | Ausgabe 1/2020

Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 1/2020

Deliktorientierte Therapie – Bedeutung, Missverständnisse und Begriffsbestimmung

Zeitschrift:
Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie > Ausgabe 1/2020
Autor:
Dr. rer. nat. Bernd Borchard

Zusammenfassung

Die Zusammenfassung forensischer Interventionen als „deliktorientierte Therapie“ beschreibt gelegentlich ein grundlegendes Verständnis von und zentrale Elemente der Straftäterbehandlung und der gängigen bzw. wirksamen forensischen Interventionen. Die Begrifflichkeit ist aber nach wie vor unscharf definiert und führt immer wieder zu Missverständnissen. In diesem Beitrag werden eine Herleitung des Konzeptes und Begriffes der deliktorientierten Therapie, eine Präzisierung der Definition und eine Einordnung in den Gesamtprozess forensischer Fallkonzeptionen, Risikoeinschätzungen und Interventionen dargelegt.
Zudem werden ausgewählte Charakteristika und Interventionen, die das Konzept im forensischen Einschätzungs- und Behandlungsalltag heute mit Leben füllen, dargestellt. Dabei werden einige Besonderheiten in Abgrenzung zu allgemeinpsychotherapeutischen und allgemeinpsychiatrischen Interventionen hervorgehoben. Schließlich wird der Begriff „deliktorientierte Therapie“ unter Würdigung der forensisch-historischen Bedeutung in aktuelle Paradigmen und Konzepte eingeordnet.

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