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Delir: Langzeitfolgen und Nachsorge mit spezieller Berücksichtigung der posttraumatischen Belastungsstörung

  • 05.05.2025
  • Delir
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Delirium ist ein häufiges Syndrom bei hospitalisierten Patient:innen mit einer Prävalenz von 10–30 % auf Normalstationen, bis zu 50 % auf Palliativstationen und 30–80 % auf Intensivstationen (ICU). Laut DSM‑V ist Delirium eine akute, reversible Störung von Aufmerksamkeit, Kognition und Bewusstsein, die mit Infektionen, Operationen, Traumata und anderen krankhaften Zuständen assoziiert ist. Risikofaktoren umfassen ein hohes Alter, vorbestehende neurokognitive Störungen und Substanzmissbrauch. Das Delirium ist mit erhöhter Mortalität, längerer Verweildauer im Krankenhaus und dem Auftreten poststationärer Komplikationen assoziiert, einschließlich dem Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) und der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Ein strukturiertes poststationäres Management ist begrenzt, was die Notwendigkeit spezialisierter Nachsorgekliniken verdeutlicht. Auf ICU sind Früherkennung durch Tools wie CAM-ICU und präventive Maßnahmen, darunter das ABCDEF-Bündel, entscheidend. Die Einbindung von Angehörigen und Patientenaufklärung können Langzeitfolgen mindern. Ein größeres Bewusstsein für die Auswirkungen von Delirium und seine langfristigen Folgen ist unerlässlich, um die Genesung sowohl physisch als auch psychisch zu verbessern.
Titel
Delir: Langzeitfolgen und Nachsorge mit spezieller Berücksichtigung der posttraumatischen Belastungsstörung
Verfasst von
Dr. med. Anna Carola Hertrich
Dr. med. Sophia Grundei
Publikationsdatum
05.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 5/2025
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-025-01279-4
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