Zum Inhalt
Der Nervenarzt

Assessment der Kognition: Demenz und Delir

Unter Berücksichtigung der AWMF-Leitlinien 038-013 und 084-002LG

  • 17.12.2024
  • Demenz
  • CME Zertifizierte Fortbildung
Erschienen in:

Zusammenfassung

Störungen der Kognition sind vielfältig; entsprechend umfangreich ist das neuropsychologische Instrumentarium. Die meisten Untersuchenden müssen sich jedoch auf eine kleine Auswahl daraus beschränken, um diese sicher zu beherrschen. Bei geriatrischen Patienten dominieren die verschiedenen Formen und Stadien demenzieller Syndrome. Von diesen muss das Delir als akut vital bedrohliches Ereignis abgegrenzt werden. Eigen- und Fremdanamnese sowie klinische Beobachtung sind erste Schritte im Assessment der Kognition, die Auswahl von Testverfahren erfolgt abgestuft und behält den Patientennutzen im Blick. Bei der Zusammenstellung eines Werkzeugkoffers für den eigenen Arbeitsbereich sollten neben Instrumenten, die auf unterschiedliche Schweregrade ausgerichtet sind, auch Alternativen für den Einsatz bei Vorliegen von Komorbiditäten, die die Validität mindern (Seh‑, Hör- und Feinmotorik-Störungen), in Betracht gezogen und die Untersuchungssituation berücksichtigt werden.
Titel
Assessment der Kognition: Demenz und Delir
Unter Berücksichtigung der AWMF-Leitlinien 038-013 und 084-002LG
Verfasst von
Dr. med. Sonja Krupp
Univ.-Prof. Dr. Bernhard Iglseder
Publikationsdatum
17.12.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Der Nervenarzt / Ausgabe 1/2025
Print ISSN: 0028-2804
Elektronische ISSN: 1433-0407
DOI
https://doi.org/10.1007/s00115-024-01795-2
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu in den Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie

Fazialisparese in der Liquordiagnostik aufgeklärt

Periphere Fazialisparesen sollten nicht vorschnell als idiopathisch klassifiziert werden. Vor allem bei atypischen Manifestationen gilt es, auf dem Quivive zu sein. Der Fall einer 73-Jährigen zeigt, warum.

Hilft Kaffee gegen Demenz?

  • 12.02.2026
  • Demenz
  • Nachrichten

Mit zwei bis drei Tassen Kaffee am Tag ist das Demenzrisiko um fast ein Fünftel reduziert, auch die kognitive Leistung ist dann deutlich besser als bei Kaffee-Abstinenz. Das gilt jedoch nur für koffeinhaltigen Kaffee. Ob Koffein tatsächlich protektiv wirkt, lässt eine Langzeitstudie aber offen.

Atopische Dermatitis als erhebliche seelische Belastung

Bei Kindern und Jugendlichen, die an atopischer Dermatitis leiden, ist auch das Risiko für viele psychische Erkrankungen erhöht. Dafür sprechen Ergebnisse einer großen Kohortenstudie auf Basis von US-Patientenakten.     

7% durch chronische Schmerzen stark beeinträchtigt

Laut einer Querschnittstudie leiden rund 7% der in Deutschland lebenden über 16-Jährigen unter chronischen Schmerzen, die ihren Alltag stark beeinträchtigen. Außer biologischen scheinen auch psychische und soziale Faktoren mit sogenanntem High-Impact Chronic Pain assoziiert zu sein.

Bildnachweise
Lumbalpunktion/© Felipe Caparrós / stock.adobe.com, Arzt sitzt vor dem PC und trinkt Kaffee/© Jacob Lund / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Verschiedene Tabletten/© zozzzzo / Getty Images / iStock