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07.11.2016 | Leitthema | Ausgabe 4/2016

Trauma und Berufskrankheit 4/2016

Densfraktur mit begleitender traumatischer atlantoaxialer Instabilität

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Dr. S. Matschke, K. Wendl, P. A. Gruetzner, A. Hogan, M. Kreinest
Zusammenfassung
Die Verletzungskombination einer Densfraktur Typ II nach Anderson d’Alonzo mit einer begleitenden translatorischen atlantoaxialen Instabilität ist bei etwa 30 % aller Densfrakturen zu erwarten. Während bei jüngeren Patienten diese eher seltene Verletzung im Rahmen von Hochrasanztraumen zu beobachten ist, sind im Alter die einfachen Stürze mit sog. Niedrigenergietraumen ursächlich für diese Verletzungen. Entscheidend in der Diagnostik sind die sagittalen Rekonstruktionen in der Computertomographie mit Darstellung der häufig dislozierten Densfraktur nach dorsal in Kombination mit den in Subluxation bzw. Luxation stehenden C1/C2-Gelenken. Bei allen 30 analysierten Fällen mit dieser Verletzungskombination zeigte sich eine translatorische atlantoaxiale Instabilität, bei denen sich die Gelenkfläche C2 nach posterior gegenüber der Gelenkfläche C1 verschoben hatte, teilweise verbunden mit einer rotatorischen Komponente. In keinem Fall dieser Verletzungskombination Densfraktur mit atlantoaxialer Instabilität sahen wir eine knöcherne Ausrissverletzung bzw. eine Ruptur des Lig. transversum. Therapeutisch ist bei der segmentalen C1/C2-Instabilität die alleinige Verschraubung der Dens-axis-Fraktur nicht ausreichend. Ist beim alten Menschen nach Reposition der Densfraktur und der Gelenke C2/C1 und temporärer Retention eine Verschraubung von ventral möglich, so sind aufgrund der geringen Zugangsmorbidität eine ventrale Transfixation der Gelenke C2/C1 nach Barbour sowie die ventrale Schraubenosteosynthese des Dens axis zu empfehlen. Das dorsale Vorgehen empfiehlt sich bei jüngeren Patienten. Grund hierfür ist die bessere Möglichkeit der Reposition der Gelenke C2/C1 und der Densfraktur mit der Option der Durchführung einer Spondylodese.

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