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Stress und Depression – eine neurobiologische Perspektive

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Depression ist eine häufige und oft sehr beeinträchtigende Erkrankung, die weltweit für eine hohe Anzahl von „years lost to disability“ sorgt. Neben einer deutlichen erhöhten Sterblichkeit durch Suizid ist die Depression mit einer Reihe von somatischen Erkrankungen assoziiert, zu denen ein bidirektionaler Zusammenhang zu bestehen scheint. Die Depression gilt als stressassoziierte Erkrankung. Im Vorfeld der Erkrankung sind gehäuft Stressoren wie Verluste, Konflikte, finanzielle Sorgen, Arbeitslosigkeit und Einsamkeit zu finden. Auch aversive Bedingungen in der Zeit des Aufwachsens sind ein Risikofaktor. Verschiedene neurobiologische Systeme werden insbesondere durch chronischen Stress maladaptiv verändert und tragen möglicherweise zur Entstehung der Depression bei. Relevante Veränderungen wurden insbesondere in den Stressantwortsystemen und im Immunsystem beschrieben, sowohl bei Menschen mit Depression als auch bei Menschen mit einem frühen Trauma bzw. Misshandlung in der Vorgeschichte. Psychotherapie und medikamentöse antidepressive Therapie sind beide gleich wirksam und in der Kombination insbesondere bei schwerer depressiver Episode empfohlen.
Titel
Stress und Depression – eine neurobiologische Perspektive
Verfasst von
PD Dr. Kim Hinkelmann
Prof. Dr. Matthias Rose
Publikationsdatum
25.07.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
HNO / Ausgabe 3/2025
Print ISSN: 0017-6192
Elektronische ISSN: 1433-0458
DOI
https://doi.org/10.1007/s00106-024-01500-4
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