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01.03.2012 | Leitthema | Ausgabe 3/2012

Der Gynäkologe 3/2012

Der endokrinologische Notfall

Zeitschrift:
Der Gynäkologe > Ausgabe 3/2012
Autoren:
MA Dr. B. Böttcher, L. Wildt

Zusammenfassung

Das ovarielle Überstimulationssyndrom (OHSS) ist der häufigste und klinisch bedeutsamste Notfall in der gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Es wird durch die Stimulation der Ovarien meist im Rahmen einer assistierten Reproduktion hervorgerufen. Seine Symptome sind durch eine erhöhte Kapillarpermeabilität verursacht. Der genaue pathophysiologische Mechanismus ist weiterhin ungeklärt. Die Häufigkeit des OHSS kann durch die Identifikation von Risikofaktoren und eine entsprechend adaptierte Therapie reduziert werden. Ansätze für eine medikamentöse OHSS-Prophylaxe haben sich bisher nicht bewährt, die Behandlung erfolgt symptomatisch und hat im Wesentlichen die Vermeidung thromboembolischer Komplikationen zum Ziel. Bei Eintreten einer Schwangerschaft kann es zu einer dramatischen Zunahme der Symptomatik kommen. Engmaschige Kontrollen sind erforderlich.

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