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09.04.2020 | Leitthema | Ausgabe 5/2020 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5/2020

Der Nutzen von Selbstheilungspotenzialen in der professionellen Gesundheitsfürsorge am Beispiel der Mind-Body-Medizin

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 5/2020
Autor:
Univ.-Prof. Dr. med. Tobias Esch

Zusammenfassung

Die Mind-Body-Medizin (MBM) basiert auf der Annahme, dass über Interaktionen zwischen Gehirn, Geist, Körper sowie dem Verhalten gesundheitsförderliche Wege – hin zu einer besseren Gesundheit – aktiviert werden können. Sie beinhaltet verhaltensmedizinische Ansätze und Techniken aus den Bereichen Bewegung, Entspannung, Stressregulation und Ernährung. Die MBM ist im US-amerikanischen Gesundheitssystem etablierter Bestandteil der medizinischen Versorgung. Dieses schließt gleichfalls eine Erforschung ihrer Mechanismen ein. Auch in Deutschland werden immer mehr Interventionen und Therapieangebote unter diesem Oberbegriff zusammengefasst.
In diesem narrativen Übersichtsbeitrag soll die Entstehung der MBM im Kontext historischer Entwicklungen beleuchtet werden, auch vor dem Hintergrund der seit den 1970er-Jahren aufkommenden Meditationsforschung sowie der wissenschaftlichen Erkundung des Stressphänomens. Bezüge zur Grundlagenforschung inkl. neurobiologischer Belohnungs‑/Placebophysiologie sollen dargestellt werden. Abgrenzungen zur Psychotherapie sollen vorgenommen, ein Handlungskonzept soll vermittelt werden.
Die MBM steht im Zusammenhang mit Gesundheitsförderung und Therapie chronischer, insbesondere lebensstilassoziierter Erkrankungen. Sie basiert auf dem Salutogeneseansatz, d. h. auf einem Paradigma, das der Erkundung und Stärkung von Gesundheitsschutzfaktoren und Widerstandsressourcen dient (individuelle Resilienz- und Kohärenzfaktoren) sowie eine Reduktion von Belastungen anstrebt. Dieser Ansatz entspricht dem Selbstheilungs- oder Selbstfürsorgeprinzip. Neurobiologisch ist sie mit dem Placeboeffekt verbunden. MBM-Interventionen folgen typischerweise dem „BERN-Modell“ (Behavior-Exercise-Relaxation-Nutrition).
Als Aktivator von Potenzialen der Selbstheilung und Gesundheitsfürsorge kann die MBM professionell trainiert und gestärkt werden. Hier kommen „Experten der Gesundheitsförderung“ zum Einsatz.

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