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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

3. Der plötzliche Säuglingstod in historischen Dokumenten, Teil 2

verfasst von: Professorin Dr. i.R. Gisela Molz

Erschienen in: Der plötzliche Säuglingstod

Verlag: Springer Vienna

Zusammenfassung

Der Brief des englischen Arztes S.W. Fearn aus Derby vom 19. Oktober 1834 an den Herausgeber der medizinischen Zeitschrift The Lancet ist ein bemerkenswertes Dokument zur Geschichte des plötzlichen Säuglingstods: Erstmals wird vom plötzlichen Säuglingstod als dem „sudden and unexplained death of children“ gesprochen; darüber hinaus werden Angaben zur Anamnese, über die Umstände des Todes gemacht und Obduktionsbefunde vorgelegt (Fearn 1834).
Mit seinem ersten Satz „I have lately been called upon to examine two children, who, without having been previously indisposed, were found dead in bed“ bringt Fearn eine Anamnese, die auch aus heutiger Zeit sein könnte. Über die Umstände des Todes berichtet er, dass das erste Kind, 6 Monate alt, bei der Mutter geschlafen habe, „who discovered in the middle of the night that it was dead“; ihren Angaben nach habe das Kind nicht dicht neben ihr gelegen und sein Mund weder ihren Körper noch das Bettzeug berührt. Das zweite Kind, 5 Monate alt, nach dem Stillen allein an seinen Schlafplatz niedergelegt, ist gut eine Stunde später tot aufgefunden worden; es hatte etwas Schaum vor und im Mund und zur Faust geschlossene Händchen; die Lage des Kindes und freie Atemwege sprachen gegen akzidentelles Ersticken.
Metadaten
Titel
Der plötzliche Säuglingstod in historischen Dokumenten, Teil 2
verfasst von
Professorin Dr. i.R. Gisela Molz
Copyright-Jahr
2014
Verlag
Springer Vienna
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-7091-1444-5_3

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