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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Urologe 9/2009

Der Quotient f/t-PSA in klinischer und ambulanter Anwendung

Sind unterschiedliche Grenzwerte gerechtfertigt?

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2009
Autoren:
Dr. A. Swoboda, H.-J. Luboldt, H. Rübben, C. Börgermann

Zusammenfassung

In der Prostatakarzinomfrüherkennung hat sich bei einer tPSA-Erhöhung im Bereich von 4–10 ng/ml und negativem Palpationsbefund die zusätzliche Bestimmung des f/t-PSA-Quotienten als effektives Werkzeug in der Entscheidungsfindung pro oder contra Prostatabiopsie etabliert. Um eine optimale Effektivität des f/t-PSA-Quotienten zu gewährleisten, sollte aufgrund der relativen Instabilität des fPSA ein schnellstmögliches Abseren und eine Probenanalyse erfolgen. Falls eine unmittelbare Analyse nicht möglich ist, sollte das abzentrifugierte Serum bis zur Analyse möglichst eingefroren oder bei maximal 4°C gelagert werden. Wie die präsentierten Daten zeigen, kommt es ansonsten bei Anwendung der literaturseits etablierten fPSA-Schwellenwerte zu einem deutlichen Spezifitätsverlust des f/t-PSA-Quotienten. Der eigentliche Vorteil des f/t-PSA-Quotienten, den Biopsieanteil zu reduzieren, wird dadurch deutlich verringert. Um diesem Qualitätsverlust bei verzögerter Probenprozessierung vorzubeugen, empfiehlt es sich, die eigenen Ergebnisse, z. B. aus der niedergelassenen Praxis kritisch mit den präsentierten Daten zu vergleichen und ggf. eine individuelle Anpassung der Grenzwerte für den f/t-PSA-Quotienten vorzunehmen.

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