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01.09.2009 | Leitthema | Ausgabe 9/2009

Der Urologe 9/2009

Der spät diagnostizierte Hodenhochstand*

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2009
Autoren:
FEAPU Dr. I. Körner, C. Neissner, J. Steckermeier, W.H. Rösch
Wichtige Hinweise
*Dieser Beitrag ist eine Originalpublikation und aus formalen Gründen im Leitthema eingeordnet.

Zusammenfassung

Ein ungenügender Hodendeszensus birgt neben dem erhöhten Tumorrisiko ein eingeschränktes Fertilitätspotential. Dabei arretieren testikuläre Entwicklungsabläufe, wodurch es zu einer Persistenz von Gonozyten über den 6. Lebensmonat und einer reduzierten Anzahl von A-dark- (Ad-)Spermatogonien kommt. Über 12 Monate haben wir histologische Parameter bei Leistenhoden von Patienten, die zum Diagnose- und Operationszeitpunkt >4 Jahre waren, untersucht.
Von September 2007 bis September 2008 wurde bei 15 Jungen (mittleres Alter 8 Jahre) im Rahmen der Primäroperation eines Leistenhodens eine Hodenbiopsie entnommen und sowohl in Karnovsky-Fixativ (Fertilitätsbeurteilung am Semidünnschnitt) als in Formalin einer standardisierten histologischen Aufarbeitung zugeführt. Es wurde die Spermatogoniendichte, Anzahl der Spermatozyten und der Leydig-Zell-Status semiquantitativ bestimmt als auch ein TIN-Nachweis geführt (Institut für Pathologie, Zentrales EM-Labor, Universität Regensburg). Präoperativ wurde bei allen 15 Patienten eine Hodensonographie durchgeführt.
Orchidopexiert wurde in 8 Fällen rechts, in 6 beidseits und einmal links. Primäre Spermatozyten fanden sich nur in einem Biopsat. Ad-Spermatogonien konnten in 9 Biopsien nachgewiesen werden. Der Leydig-Zell-Index war bei 11 Knaben erniedrigt. Ein Carcinoma in situ fand sich nicht. Sonographisch zeigten sich keine Echotexturanomalien.
Spät diagnostizierte Hodenhochstände bedeuten zumindest für den betroffenen Hoden eine eingeschränkte Fertilitätsprognose.

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