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23.11.2016 | Leitthema | Ausgabe 1/2017

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 1/2017

„Der spielt im Moment nicht mehr ganz die Rolle“

Der Hausarzt in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung aus Patientenperspektive

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 1/2017
Autoren:
Sven Schwabe, Gülay Ates, Benjamin Ewert, Jeroen Hasselaar, Michaela Hesse, Lisa Linge-Dahl, Birgit Jaspers, Lukas Radbruch
Wichtige Hinweise
Anmerkungen. Das InSup-C-Projekt wird von der EU im Rahmen des FP7-Programms unter der Nummer 305555 gefördert. Das Projekt hat zum Ziel, Voraussetzungen für eine gute Praxis in der integrierten Palliativversorgung zu identifizieren und die Angebote und Rahmenbedingungen zu verbessern. InSup-C wird koordiniert von Dr. Jeroen Hasselaar vom Radboud University Medical Center, Nijmegen. Weitere Partner sind das Universitätsklinikum Bonn; das International Observatory on End-of-Life Care Lancaster University, Lancaster and Sheffield University, UK; University of Pecs Medical School, Pécs, Hungary; University Hospital Leuven, Leuven, Belgium; World Health Organization, Geneva, Switzerland; European Association for Palliative Care (EAPC OnLus), Milan, Italy; Erasmus University, Rotterdam, The Netherlands; University of Navarra, Navarra, Spain; Mount Sinai Medical Center, New York, USA.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die ambulante medizinische Versorgung und Betreuung von Palliativpatienten war lange Zeit eine klassische Aufgabe von Hausärzten (HA). Seit Einführung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) können SAPV-Teams bei Patienten mit besonders komplexer Symptomlast behandlungspflegerische, medizinische und psychosoziale Aufgaben übernehmen.

Ziel der Arbeit

Der Artikel untersucht die Rolle des HA in der ambulanten Palliativversorgung bei Betreuung durch ein SAPV-Team aus der Perspektive von Patienten.

Material und Methoden

Die vorliegende Studie basiert auf 23 qualitativen teilstrukturierten Interviews mit ambulant versorgten Palliativpatienten in Deutschland, die im Rahmen des InSup-C-Projekts durchgeführt worden sind. Die Auswertung der Interviewdaten erfolgte theoriegeleitet auf Basis der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Ergebnisse

Die Erwartungen der Palliativpatienten an ihre HA sind vielfältig und hängen stark von individuellen Faktoren ab. Tendenziell spielen HA als medizinische Grundversorger und Vertrauenspersonen weiterhin eine Rolle, verlieren aber in der palliativmedizinischen Versorgung am Lebensende an Bedeutung. Den SAPV-Teams wird nicht nur die Expertise für Schmerzkontrolle und Symptombehandlung zugeschrieben, zumeist übernehmen sie auch Aufgaben in der Koordination des Versorgungsnetzwerks, in der psychosozialen Betreuung und der Akutversorgung.

Diskussion

Die SAPV-Teams können sowohl in der Schmerz- und Symptombehandlung als auch hinsichtlich der Koordination und der psychosozialen Betreuung einen Teil der Versorgung übernehmen und HA von kaum erfüllbaren Erwartungen entlasten. Damit ist allerdings ein tendenzieller Bedeutungsverlust des HA in der SAPV verbunden.

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