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07.01.2019 | Dermatologische Diagnostik | Übersicht | Ausgabe 1/2019

Der Hautarzt 1/2019

Diagnostik des α‑Gal-Syndroms

Aktuelle Standards, Fallstricke und Perspektiven

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 1/2019
Autoren:
Dr. med. Andreas B. Weins, B. Eberlein, T. Biedermann

Zusammenfassung

Das α-Gal-Syndrom basiert auf einer Sensibilisierung auf das Kohlenhydratepitop Galactose-α-1,3-Galactose (α-Gal). Das Allergen findet sich in Säugetierfleisch und Innereien, aber auch weiteren Lebensmitteln und Medizinprodukten tierischen Ursprungs. Allergische Reaktionen treten bei Betroffenen, abhängig von der individuellen Toleranzschwelle und dem Einfluss von Kofaktoren, in der Regel mit einer zeitlichen Latenz zum Allergenkontakt auf. Für die Verdachtsdiagnose eines α-Gal-Syndroms können bereits anamnestische Hinweise im Patientengespräch richtungsweisend sein. Zur weiteren Objektivierung bedarf es besonderer Kenntnisse für die Durchführung und Interpretation der weiteren In-vitro- und In-vivo-Diagnostik: Während Prick-Tests mit kommerziellen Fleisch-Gesamtextraten häufig diagnostisch unzuverlässig sind, lässt sich bei Betroffenen regelhaft allergenspezifisches IgE (α-Gal) nachweisen. Zellbasierte Tests, wie z.B. der Basophilenaktivierungstest, finden bislang dagegen nur für experimentelle Fragestellungen Anwendung. Zur Beurteilung der klinischen Relevanz einer bestehenden Sensibilisierung sollte eine stationäre Provokationstestung, z.B. mit gekochtem Schweinefleisch oder Schweineniere und Berücksichtigung von Kofaktoren, angestrebt werden.

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