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16.04.2021 | Leitthema | Ausgabe 6/2021

Der Ophthalmologe 6/2021

„Descemet membrane endothelial keratoplasty“ (DMEK) bei Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik und in vaskularisierten Hochrisikoaugen

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 6/2021
Autoren:
PD Dr. med. Dr. nat. med. D. Hos, S. Schlereth, S. Schrittenlocher, T. Hayashi, F. Bock, M. Matthaei, B. O. Bachmann, C. Cursiefen
Wichtige Hinweise
Die Autoren D. Hos und S. Schlereth teilen sich die Erstautorenschaft. Die Autoren B.O. Bachmann und C. Cursiefen teilen sich die Letztautorenschaft.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die „Descemet membrane endothelial keratoplasty“ (DMEK) als Goldstandard für die Behandlung von endothelialen Dysfunktionen führt in der Regel zu sehr guten postoperativen Ergebnissen. Inzwischen gibt es auch erste Erfahrungen zur DMEK in sog. „Hochrisikoaugen“.

Methoden

Es werden relevante Literatur und eigene Daten zur DMEK bei Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik und in vaskularisierten Hochrisikoaugen präsentiert und diskutiert.

Ergebnisse

Eine DMEK zur Therapie des Transplantatversagens nach perforierender Keratoplastik kommt für Augen ohne stromale Narben und ohne hohen Astigmatismus infrage. Eine retrospektive Analyse von 52 Patienten aus dem eigenen Haus zeigte, dass eine DMEK in diesen Fällen zu einem signifikanten, im Vergleich zur primären DMEK allerdings verzögerten Visusanstieg führt. Die Abstoßungs- und Transplantatversagensraten scheinen ähnlich wie nach perforierender Re-Keratoplastik und damit deutlich höher als nach primärer DMEK zu sein. Eine DMEK kann auch für Augen mit Hornhautvaskularisationen ohne stromale Narben infrage kommen. Eine eigene retrospektive Analyse von 24 Augen mit mindestens 2 vaskularisierten Hornhautquadranten zeigte, dass eine DMEK in diesen Augen zu einer signifikanten Erholung der Sehschärfe und einem deutlichen Rückgang der Hornhautvaskularisationen führt. Die Abstoßungsrate in dieser Kohorte lag bei 4,2 % und ist damit geringgradig höher als nach „Niedrigrisiko“-DMEK in Augen ohne Hornhautvaskularisationen, aber deutlich unter dem Abstoßungsrisiko einer penetrierenden Hochrisikokeratoplastik.

Zusammenfassung

Das Indikationsspektrum der DMEK wird zunehmend breiter. So kann die DMEK bei Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik eine geeignete Therapieoption mit akzeptablen Ergebnissen und deutlich schnellerer und sicherer Visuserholung sein. Weiterhin scheint die DMEK eine gute Option zur Therapie der endothelialen Dysfunktion auch bei vaskularisierten Hochrisikoaugen ohne stromale Narben zu sein.

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