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Deutscher Röntgenkongress

Highlights

„Sollten wir aufhören, Radiologen auszubilden?“

Künstliche Intelligenz und die Beherrschung großer Datenmengen erlauben derzeit Entwicklungssprünge insbesondere bei der automatisierten Bildauswertung. Der Röntgenkongress machte Perspektiven – auch der eigenen Zunft – sichtbar.

Liegt die Zukunft des CTs jenseits der Transmission?

Die Entwicklung der CT-Technologie steht nicht still. Auf dem Röntgenkongress wurden neue Ansätze zur Verbesserung von Auflösung, Kontrast und Aufnahmegeschwindigkeit sowie zur Dosisreduktion vorgestellt.

Wann ist ein Screening mit bildgebenden Verfahren sinnvoll?

Immer wieder werden öffentlich Massenscreenings zur Prävention gefährlicher Erkrankungen gefordert. Auf dem 98. Röntgenkongress wurde in einer Highlight-Sitzung diskutiert, wann ein Screening erfolgversprechend ist und wie gut existierende Programme wirken.

Alle Inhalte

Abdominelle Beschwerden: Welche Rolle spielen Röntgen und Sono?

In der Primärdiagnostik eines akuten Abdomens ist die Computertomografie in aller Regel das Mittel der Wahl. Spielen konventionelle Röntgenaufnahmen und Ultraschall überhaupt noch eine Rolle bei der raschen Abklärung abdomineller Beschwerden?

Ischämischer Hirninfarkt: meist genügen Schädel-CT und CT-Angiografie

Aktuelle Daten bestätigen, dass eine frühzeitige Rekanalisierungtherapie auch bei ausgedehnten ischämischen Schlaganfällen von Nutzen sein kann. Cranielle CT (cCT) und CT-Angiografie sind in den meisten Fällen für die Therapieentscheidung ausreichend.

Pneumonie bei Immunsuppression: CT als wichtiges Diagnosetool

Die Thorax-CT spielt in der Routinediagnostik der Pneumonie keine Rolle. Bei Immunsupprimierten ist sie jedoch ein wertvolles Mittel zur Früherkennung und kann sogar zur Erregerspezifizierung beitragen.

Bei Blutung sofort angiografieren?

Das Personal der interventionellen Radiologie ist während der Bereitschaftsdienste immer häufiger mit intravasalen Eingriffen zur Diagnostik und Behandlung von Blutungsereignissen beschäftigt. Was davon ist wirklich notwendig?

Akute Rückenschmerzen: Wer muss sofort ins MRT?

Hinter akut aufgetretenen Rückenschmerzen können sich ganz unterschiedliche Krankheitszustände verbergen. In welchen Fällen ist eine unverzügliche Bildgebung angezeigt, um bleibende Nervenausfälle bis hin zur Querschnittlähmung zu verhindern?

Ganzkörper-MRT: Screening-Werkzeug zur Prävention?

Die Ganzkörper-Magnetresonanztomografie (MRT) wird heute in erster Linie in der Onkologie für die Metastasensuche oder zum Tumorstaging genutzt. Doch die Nachfrage als Screening-Werkzeug für die präventive Medizin steigt. Das birgt Chancen, aber auch Probleme und Risiken.

Macht Liquid Biopsy die Bildgebung bald überflüssig?

Mit Liquid Biopsy (Flüssigbiopsie) hat ein neues Zeitalter der Diagnostik begonnen. Auf welchem Stand das Verfahren ist und ob es die herkömmliche Bildgebung zukünftig überflüssig macht, erläutert  der Molekularbiologe Prof. Dr. Edgar Dahl.

Künstliche Intelligenz: Revolution oder Konkurrenz für den Radiologen?

Nach der Hybrid-Bildgebung steht die Kinderradiologie vor der nächsten technischen Revolution: der Künstlichen Intelligenz. Diese wird die Arbeit des Radiologen maßgeblich beeinflussen. 

Intraossäre Kontrastmittelgabe bei Notfall-CT möglich

Die intraossäre Kontrastmittelgabe ist eine Alternative zur intravenösen Applikation in der Notfall-Computertomografie. Das Protokoll muss dazu nicht geändert werden.

Notfall-CT: Heterogene Praxis in Deutschland

Die Notfall-Schnittbildgebung bei polytraumatisierten Patienten ist in Deutschland recht heterogen, wird im Durchschnitt aber gut bewertet. Die hirnversorgenden Gefäße werden oft noch nicht routinemäßig dargestellt.

Exotische Befunde in der Bildgebung

Wegen der weltweit zunehmenden Reisetätigkeit müssen Radiologen künftig vermehrt mit exotischen Befunden in der Bildgebung rechnen. Klinik und Labor gilt es mit typischen radiologischen Zeichen abzugleichen.

Warnung: Selbst kleine Pankreaszysten verändern sich – lebenslang

Kleine Pankreaszysten sollten unbedingt langfristig kontrolliert werden. Manche transformieren erst nach fünf bis zehn Jahren zu bösartigen Tumoren.

Welche Vor- und Nachteile bieten 7T-MRTs für die Neuroradiologie?

Das Erwin L. Hahn-Institut in Essen verfügt seit einigen Jahren über ein Ultra High Field (UHF)-MRT mit 7T. Welche Erkenntnisse lassen sich bei solch hoher Feldstärke in der Neuroradiologie gewinnen?

Spricht der Arzt von acht Wochen, verlangt der Trainer sieben ...

Nicht Meniskus- oder Sprunggelenksverletzungen dominieren im Profifußball sondern Traumata der Muskulatur und der Sehnen. Die Rekonvaleszenz hat unter Zeitdruck zu erfolgen – mit manchmal langwierigen Folgen.

Wer nur genau genug schaut, findet oft – Unwichtiges

Gerade onkologische Patienten werden oft und gründlich radiologisch untersucht. Wie sind Zufallsbefunde in dieser Patientengruppe zu bewerten? Wann sollte reagiert werden? Und wann kann Entwarnung gegeben werden?

Gestensteuerung vereinfacht MRT-gesteuerte Interventionen

Fünf Finger: Start. Vier Finger: Kippen. Drei Finger: Schieben. Mit wenigen Gesten können Radiologen in Jena eine komplette MRT-Röhre steuern – und gleichzeitig Interventionen durchführen.

Neue Methoden in der Mammadiagnostik: Fortschritt oder Neomanie?

In der Mammadiagnostik herrscht an Innovation kein Mangel. Doch viele neue Verfahren sind wegen begrenzter Daten nur zweite Wahl. Chancen auf einen Einsatz zur Prime Time hat derzeit vor allem die Tomosynthese.

Kontrastmittelsonographie ist (nicht nur) an der Leber überlegen

Klare Botschaft vom 97. Deutschen Röntgenkongress: Die kontrastmittelgestützte Sonographie (CEUS) braucht Expertise, bringt aber deutlichen Nutzen. Nicht nur Patienten mit Lebererkrankungen, auch solche mit Nieren- oder Gefäßerkrankungen profitieren.

Radiologenalpträume: Rundherd übersehen, Luft injiziert

Fehler passieren. Speziell in der Radiologie können die Folgen übersehener Befunde oder missglückter Injektionen gravierend sein. Abhilfe schaffen nicht Schuldzuweisungen, sondern nur eine konstruktive Aufarbeitung jedes einzelnen Falls.

Raus aus dem dunklen Kämmerchen - Bleiben Sie Kliniker!

In Zeiten der Subspezialisierung ist ein ganzheitliches Fach wie die Radiologie wichtiger denn je. Beim Röntgenkongress warnten Radiologen vor einer Zersplitterung der Bildgebung – und bekamen Unterstützung vom Chef der Bundesärztekammer.

CT entscheidet über Röhrenspannung. Strahlenbelastung sinkt.

Die technischen Möglichkeiten zur Reduktion der Strahlenbelastung bei der CT sind noch nicht ausgereizt. Eine automatisierte Auswahl der Röhrenspannung kann die Strahlenbelastung um ein Sechstel senken. Im Einzelfall ist es sogar deutlich mehr.

Die Deutsche Röntgengesellschaft begrüßt vier neue Ehrenmitglieder

Auch beim diesjährigen Röntgenkongress wurden wieder DRG-Ehrenmitglieder ernannt. Die Urkunden erhielten die Professoren Okan Akhan, Adrian K. Dixon, Stefan Feuerbach und Wolfhard Semmler aus der Hand von Professor Norbert Horsten, dem vormaligen Präsidenten und jetzigen stellvertretenden Präsidenten der DRG.

Westdeutscher Teleradiologieverbund: Nicht nur Radiologen profitieren

Statt Kopien oder CDs via Post oder Taxi verschicken Radiologen im Westdeutschen Teleradiologieverbund Bilder und bei Bedarf Befunde via DICOM E-Mail versandt. Davon profitieren nicht nur immer mehr Radiologen, sondern auch Kardiologen, Neurologen oder Unfallchirurgen.

MRT-Elastographie ergänzt Kardio-Diagnostik

Elastographie als Ergänzung der Herzdiagnostik? Das macht Sinn und könnte bald MRT und Echokardiographie ergänzen – und zwar in einer Untersuchung.

Kontrastmittel verstärkt Mammographie

Die kontrastmittelverstärkte spektrale Mammographie (CESM) könnte zukünftig als Erweiterung der konventionellen Mammographie die diagnostische Sicherheit bei Verdacht auf Mamma-Ca erhöhen.

Neues MRT-Protokoll für Bauchfett-Analyse

Die Messung des viszeralen Fetts mittels MRT macht Sinn, weil dieses hormonell aktive Fett mit dem Risiko für Herzinfarkte oder Diabetes assoziiert ist. Jetzt ist eine solche Messung innerhalb von ein paar Minuten möglich.

Lungenhochdruck: Zielgenaue 3D-gestützte Ballontherapie

Patienten mit chronisch thrombembolischen pulmonalen Hypertonie (CTEPH) können jetzt besser minimal-invasiv therapiert werden. Möglich macht das eine 3D-gestützte Kathetertherapie.

Schon Realität: Cloud-basiertes Dosisregister

Qualitätssicherung und Dosismonitoring von CT-Untersuchungen bis hin zu Standort-übergreifenden Analysen via Cloud: Was nach Zukunftsmusik klingt, wird bereits erfolgreich in der Universitätsklinik Düsseldorf praktiziert.

Motto: Radiologie ist Diagnose und Therapie

Die moderne Radiologie ist mehr als eine nur diagnostische Fachdisziplin. Radiologen behandeln auch. Das Bewusstsein dafür wurde auf dem 95. Deutschen Röntgenkongress in Hamburg gestärkt. An dem ansp ...

Appendizitis: Mehrschicht-CT für Chirurgen

Vor einer Blinddarm-Op können Chirurgen mithilfe einer CT bereits wissen, was sie erwartet - und wie sie am besten operieren. Im Zweifel also eine schnelle Mehrschicht-CT, schlagen Radiologen vor.

MRT: Durchblick bei akutem Brustschmerz

Unauffälliger Katheter-Befund trotz Brustschmerz und Troponin-Erhöhung: Dann kann Ärzten eine Kardio-MRT weiter helfen.

Endometriose: MRT weist Chirurgen den Weg

Wenn bei schwerer Endometriose medikamentöse Therapien nicht helfen, ist eine Operation indiziert. Chirurgen müssen dann genau wissen, wo die Herde sind. In diesem Fall ist die MRT eine wichtige Diagnostik.

Drainageanlage mitten in der Nacht?

Diensthabende der Radiologie stehen unter einem immensen Arbeitsdruck. Der Aufschub von Prozeduren, die bis zum Ende der Bereitschaftszeit warten können, würde das Personal erheblich entlasten. Auf Drainageanlagen trifft das in aller Regel zu.

Bildnachweise
Big Data-Text auf dunklem Hintergrund/© scandinaviastock / Fotolia , Männchen zwischen Vergangenheit und Zukunft/© Orlando Florin Rosu / Fotolia, Zwischen vielen garuen Männchen steht ein rotes/© jaddingt / Fotolia, Akutes Abdomen (Röntgenbild)/© Springer Medizin Verlag GmbH, Ischämischer Insult/© stockdevil / iStock / Thinkstock, Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie in der CT/© Springer Medizin, Radiologe injiziert Kontrastmittel/© pangoasis / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Magnetresonanztomographie/© Svitlana / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Holzmännchen im MRT/© C. Schüßler / stock.adobe.com, Computeralgorithmus/© Lagarto Film / stock.adobe.com, Zystische Echinokokkose/© Springer Medizin, Fußballer hat Schmerzen im Sprunggelenk/© mikele / Fotolia, Zählende Hände./© Nikolai Sorokin / Fotolia.com, Tomosynthese der Brust/© Springer Medizin, CEUS duktales Pankreaskarzinom/© Radiologe 2009 · 49:206–216 / Springer Medizin, Junger übermüdeter Krankenhausarzt./© Wavebreak Media / Thinkstock, Laborbefunde und Röntgenaufnahme des Thorax./© pabijan / Fotolia.com, Nasenhaupt- und Stirnhöhle, Frontalebene im CT/© Stephen Gibson / Fotolia.com, Ehrenmitgliedschaftsurkunde und Büste W. C. Röntgen/© DRG, Workflow im TRV/© MedEcon Telemedizin GmbH, MRT bei Herzinsuffizienz/© (c) Mathias Ernert, Deutsches Herzzentrum Berlin, CESM/© Charité Berlin, MRT-Schnittbild eines 39-jährigen adipösen Patienten, gemessen auf Höhe des 2. und 3. Lendenwirbelkörpers/© Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie Universitätsklinikum Leipzig, Links: Fluoroskopie in der Live-Ansicht. Rechts: Überlagerte CACT als VRT mit Planungslinien/© Medizinische Hochschule Hannover, Lupe mit Pictogramm Datencloud und Computer/© maxkabakov / fotolia.com, Professor Dr. Johannes Lammer und Professor Dr. Stefan Diederich/© DRG, CT bei Appendizitis/© Springer-Verlag Berlin Heidelberg; DOI 10.1007/174_2011_226, Befund/© Universitätsmedizin Mainz, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, MRT bei Endometriose der Harnblase/© Springer-Verlag, DOI 10.1007/s00330-005-2882-y, Bauchraum-Drainage/© Voyagerix / stock.adobe.com (Ausschnitt; Symbolbild mit Fotomodell)