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Über dieses Buch

Schwangerschaft bei Diabetes?
Ein sehr relevantes Thema: 10% der Schwangeren haben einen vorbestehenden Diabetes; zusätzlich entwickeln 5% einen Gestationsdiabetes.

Hat man vor 40 Jahren Diabetikerinnen noch vor einer Schwangerschaft gewarnt, ermöglichen heute neue Behandlungsmöglichkeiten auch diesen Frauen die Erfüllung ihres Kinderwunsches. Da aber Mutter und Kind nach wie vor gefährdet sind, muss während der Schwangerschaft und nach der Geburt eine kompetente, lückenlose interdisziplinäre Begleitung gewährleistet sein.

Antworten und Problemlösungen
- Konkret, knapp, praxisorientiert

Von der Familienplanung bis zum Neugeborenen
- Beratung, Screening, Prävention
- Therapie, Diagnostik/Kontrolle (was, wann, wie häufig), Verhaltensregeln, Ernährung
- Entbindung und Nachbetreuung

Für Mutter und Kind die optimale Betreuung
- Vor, während und nach Schwangerschaft und Geburt

Für Gynäkologen, Diabetologen, Internisten, Allgemeinmediziner, Pädiater; Diabetesberaterinnen und Ernährungsberaterinnen.
Mit den wichtigsten Tipps, Tricks und Infos aus der täglichen Praxis von interdisziplinären Diabetes-Teams.

Nach den neuesten Leitlinien der
- Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)
- Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
- Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM)

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Diabetes und Schwangerschaft – sehr heterogene Zielgruppen für Primär- und Sekundärprävention

Zusammenfassung
Besteht bereits vor einer Schwangerschaft ein Diabetes mellitus, ist das für Mutter und Kind gleichermaßen mit einem erheblichen Komplikations- und Sterblichkeitsrisiko verbunden. Kurz- und Langzeitschäden sind gleichermaßen das Problem, auch wenn die Erkrankung erst während des Schwangerschaft sverlaufs auftritt. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde für die erstmalig im Rahmen einer Schwangerschaft auft retenden Glukosestoff wechselstörung der Begriff Schwangerschaftsdiabetes , auch Gestationsdiabetes (GDM),geprägt. Dabei wurde zunächst angenommen, dass es sich um eine vorübergehende Störung des Glukosestoff wechsels handelt. ÓSullivan und Mahan (1964) haben jedoch erstmals belegt, dass eine Störung der Glukosetoleranz in der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit einer späteren Diabetesentwicklung für die betroff enen Frauen erhöht. Somit zeigt sich die in der Schwangerschaft neu entdeckte Glukosestoff wechselstörung als eine Störung mit erheblicher prognostischer Wertigkeit. Die grundlegenden Arbeiten von ÓSullivan bilden daher noch heute das entscheidende Fundament für die Beurteilung der Glukosewerte in der Schwangerschaft.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

2. Klassifikation des Diabetes mellitus

Zusammenfassung
Die Klassifikation des Diabetes mellitus folgt heute einer Einteilung nach der Pathogenese der einzelnen Diabetestypen. Begriff e wie »jugendlicher Diabetes«, »Alterszucker«, »insulinabhängiger und nichtinsulinabhängiger Diabetes mellitus « spielen keine Rolle mehr, diese Bezeichnungen sind widersprüchlich und unpräzise.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

3. Gestationsdiabetes und Screeningverfahren

Zusammenfassung
Gestationsdiabetes (GDM) ist defi niert als eine erstmals in der Schwangerschaft diagnostizierte Glukosetoleranz-Störung (ICD-10 German version: O24.4). Die Diagnosestellung ist nur mit einem gezielten Screening, das den Glukosetoleranz- Test einschließt, möglich, da der GDM keine Beschwerden verursacht. Leider ist ein Blutzucker-Testverfahren bislang noch kein verbindlicher Bestandteil der Mutterschaft svorsorge in Deutschland geworden, sondern bleibt für anamnestisch unauff ällige Schwangere ein sogenanntes IGeL-Angebot.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

4. Behandlung des Gestationsdiabetes

Zusammenfassung
Nach Diagnose eines Gestationsdiabetes (GDM) hat der betreuende Frauenarzt für eine sofortige Überweisung in eine ambulante Diabetes- Schwerpunkteinrichtung Sorge zu tragen. Zeitverzögerungen zwischen Diagnose eines GDM und Behandlungsbeginn sind unbedingt zu vermeiden. Mehr als 95% aller Schwangeren, die in der Frauenarztpraxis die Diagnose eines GDM erhalten, stellen sich in einer Diabetes-Schwerpunkteinrichtung vor.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

5. Insulintherapie

Zusammenfassung
In der Th erapie eines Diabetes mellitus in der Schwangerschaft sind mehrere Ausgangssituationen und Zeitabschnitte während der Schwangerschaft zu unterscheiden:
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

6. Ernährungstherapie

Zusammenfassung
Jede Schwangerschaft bedeutet eine erhebliche Belastung für den mütterlichen Stoff wechsel. Das gilt für eine stoff wechselgesunde Mutter ebenso wie für eine werdende Mutter, die während der Schwangerschaft an Diabetes erkrankt oder vor der Schwangerschaft schon Diabetikerin war.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

7. Bedeutung von Supplements

Zusammenfassung
In der Schwangerschaft müssen eine Vielzahl von sog. Mikronährstoff en kontinuierlich auf den Feten übertragen werden. In besonderem Maße werden dabei Schwangere belastet, die bereits präkonzeptionell ein Defi zit aufweisen. Hierzu gehören z. B. Schwangere mit einem Typ-1-Diabetes mellitus und solche, die eine verminderte Knochendichte oder einen bereits präkonzeptionell bestehenden Jodmangel aufweisen.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

8. Körperliche Aktivität und Sport in der Schwangerschaft

Zusammenfassung
Sportliche Aktivität in der Schwangerschaft ist lange Zeit auch von den Betroff enen kritisch betrachtet worden (Clarke u. Gross 2004; Duncombe et al. 2009). Während in den meisten Kulturen eine schlanke Figur als Ideal gesehen wird, ist für einige Kulturen die opulente Figur Zeichen von Reichtum und Gesundheit. »Fattening rooms«, in denen die werdende Mutter gemästet wird, sind in diesen Kulturen verbreitet. Auch bei uns ist häufi g die Reaktion auf die Frage nach Sport in der Schwangerschaft mit Angst und Unsicherheit verbunden.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

9. Mütterliche Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus

Zusammenfassung
Die Betreuung und Behandlung der schwangeren Diabetikerin ist eng verbunden mit dem Namen Priscilla White. Priscilla White prägte dieses Gebiet länger als 50 Jahre. Die heutigen Möglichkeiten sind nicht mehr vergleichbar mit denen der Zeit von 1924 bis 1974, in der White an der Joslin-Klinik in Boston klinisch tätig war. Aber die von ihr erarbeiteten Konzepte zur Risikoklassifikation sind nicht nur ein bemerkenswertes medizinhistorisches Dokument, sondern auch heute noch von klinischer Bedeutung.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

10. Medikamentöse Therapie in Schwangerschaft und Stillzeit

Zusammenfassung
Die Empfindlichkeit des Embryos gegenüber toxischen Einflüssen hängt von seinem Entwicklungsstadium ab. Zellen sind pluripotent, d. h. fähig, eventuelle Schäden in den ersten beiden Wochen nach Konzeption zu reparieren. Bei einer ausgeprägten Noxe hingegen stirbt die Frucht völlig ab. Das Fehlbildungsrisiko wird in dieser Phase für gering gehalten (Alles-oder-Nichts- Prinzip). Während der Organogenese (Tag 15 bis 56 nach Konzeption) besteht die größte Sensibilität gegenüber exogenen Noxen. In dieser Phase werden die meisten Fehlbildungen ausgelöst. In der anschließenden Fetalperiode nimmt die Empfi ndlichkeit der Frucht gegenüber exogenen Noxen zwar ab, doch können auch in dieser Zeit schwerwiegende Funktionsstörungen der kindlichen Organe entstehen. Die Störung der embryonalen Diff erenzierung nimmt proportional zur Dosis des embryotoxischen Faktors zu.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

11. Organspezifische Autoimmunität

Zusammenfassung
Liegt ein Typ-1-Diabetes-mellitus vor, hat das für die Betroff enen und die Th erapeuten eine unmittelbare klinische Konsequenz.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

12. Schwangerschaft, Entbindung und Besonderheiten bei Diabetes mellitus

Zusammenfassung
Die Schwangerschaft bei Frauen mit Diabetes mellitus ist mit einem deutlich höheren Risiko an kongenitalen Anomalien, geburtshilflichen Komplikationen und kindlicher Morbidität verbunden. Die adäquate Blutzuckereinstellung, insbesondere in der präkonzeptionellen Phase, reduziert diese Komplikationen signifi kant.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

13. Fetale Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen bei Kindern diabetischer Mütter

Ultraschalldiagnostik
Zusammenfassung
Zweck von Ultraschalluntersuchungen ist es, das Alter des Feten zu bestimmen, auff ällige fetale Merkmale sowie Mehrlingsschwangerschaft en zu erkennen und die weitere Entwicklung des Feten zu kontrollieren.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

14. Betreuung von Neugeborenen diabetischer Mütter

Zusammenfassung
Die Versorgung von Patientinnen mit einem vor der Schwangerschaft bestehenden Diabetes mellitus (Typ 1 oder Typ 2) oder einem Gestationsdiabetes hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Nach wie vor besteht jedoch ein besonderes Risiko für das Neugeborene einer diabetischen Mutter. Für eine bevorstehende Entbindung bei Risikoschwangeren gilt äußerste Sorgfalt.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

15. Verhalten nach Gestationsdiabetes – Möglichkeiten der Diabetesprävention

Zusammenfassung
Der Typ-2-Diabetes-mellitus ist durch klinische (Risiko-)Merkmale defi niert, die bereits vor einer manifesten Hyperglykämie sehr sicher zu erkennen sind. Nüchternglukosebestimmungen, ergänzt um einen Zuckerbelastungstest (oGTT), sind die diagnostischen Verfahren, um einen Diabetes mellitus Typ 2 und auch seine Vorformen wie eine gestörte Nüchternglukose (IFG) oder eine gestörte Glukosetoleranz (IGT) frühzeitig zu erkennen. Prognostisch weisen der Diabetes mellitus, aber auch seine Vorformen eine wichtige Bedeutung quoad vitam auf (.Abb. 15.1 ).
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

16. Diabetes und Kinderwunsch

Zusammenfassung
10–15% aller Partnerschaft en bleiben ungewollt kinderlos. Davon sind unter den Frauen mit Diabetes mellitus mehr als 15% betroff en.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

17. Kontrazeption

Zusammenfassung
Prinzipiell stehen einer Diabetikerin die gleichen Methoden der Empfängnisverhütung zur Verfügung wie einer Nichtdiabetikerin (Homko u. Trout 2006; Kuhl et al. 1993; Shawe u. Lawrenson 2003; Lopez et al. 2009). Es ist für eine Diabetikerin allerdings besonders wichtig, eine Schwangerschaft mithilfe einer zuverlässigen Kontrazeption zu planen, um so mögliche Risiken für sich und ihr Kind zu minimieren.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

18. Prävention eines Diabetes mellitus beim Nachwuchs einer Typ-1-Diabetikerin

Zusammenfassung
Eine von Anfang an gesunde Ernährung des Säuglings reduziert das Diabetesrisiko entscheidend. Darüber besteht heutzutage Einigkeit. Stillen ist die beste Prävention. Deshalb wird eine Stillphase von mindestens einem halben Jahr empfohlen.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

19. Labordiagnostik

Zusammenfassung
Diabetes mellitus ist eine Volkskrankheit. Ein regelmäßiges Screening durch standardisierte Blutglukosemessungen unter ambulanten wie auch stationären Bedingungen ist deshalb stets angezeigt.
Simone Claudi-Böhm, Bernhard O. Böhm

Backmatter

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