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2013 | OriginalPaper | Buchkapitel

25. Diabetesbehandlung auf dem Prüfstand – Therapeuten und Patienten im Gespräch

verfasst von : Sylvia Sänger, Stephan Herpertz, Prof. Dr., Frank Petrak, Prof. Dr. rer. soc., Dipl.-Psych.

Erschienen in: Psychodiabetologie

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Zusammenfassung

In der Konsultationsfassung der Nationalen VersorgungsLeitlinie „Therapieplanung bei Typ-2-Diabetes“ (www.versorgungsleitlinien.de/themen/diabetes) heißt es im Kapitel zu allgemeinen Therapiezielen: „Dies (Anmerkung: die Therapieplanung) sollte unter der Prämisse geschehen, dass Behandlungsziele individuell mit dem Patienten unter vollständiger und verständlicher Aufklärung über Nutzen und Schaden (mit Ausdrucksformen über absoluten Nutzengewinn bzw. Schaden-Reduktion) vereinbart werden. Dabei ist es selbstverständlich, dass das individuelle Ziel des Patienten von den ärztlichen Empfehlungen abweichen kann. Dies zu respektieren kann helfen, die Stigmatisierung von Menschen mit Diabetes abzubauen.“ Diese Anforderungen setzen ein Behandler-Patienten-Verhältnis auf einer partnerschaftlichen Grundlage voraus. Die wiederum ist eine wichtige Bedingung für eine partizipative Entscheidungsfindung (Towle u. Godolphin 1999). Damit sie gelingt, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein: eine gute Kommunikationskultur zwischen Experten und Patienten mit einem Informationsaustausch in beiden Richtungen, leichter Zugang zu evidenzbasierten Informationen über Untersuchungs- und Behandlungsoptionen, die Anleitung der Patienten, diese Informationen zu verstehen und das Für und Wider abzuwägen und eine Kultur der Förderung und Unterstützung der Patientenbeteiligung (Härter et al. 2011). Dieses Kapitel hat nicht die Inhalte der medizinischen Behandlung des Diabetes im Fokus. Diese sind in den Nationalen Versorgungsleitlinien evidenzbasiert angeführt. Der Schwerpunkt liegt vielmehr darin, Probleme der Kommunikation zwischen Experten unterschiedlicher Berufsgruppen sowie zwischen Experten und Betroffenen, Fragen der interprofessionellen Kooperation und der Patientenorientierung aufzuzeigen.
Literatur
Zurück zum Zitat Bopp A (2001) Diabetes – frühzeitig erkennen, richtig behandeln ; den Alltag meistern, genussvoll leben; Folgeerkrankungen vermeiden; gut vorbereitet schwanger werden. Stiftung Warentest Ratgeber von Test Bopp A (2001) Diabetes – frühzeitig erkennen, richtig behandeln ; den Alltag meistern, genussvoll leben; Folgeerkrankungen vermeiden; gut vorbereitet schwanger werden. Stiftung Warentest Ratgeber von Test
Zurück zum Zitat Diabetes aktiv behandeln: Gut informiert gut leben. (2010). Diabetes Journal. verfügbar unter http://www.zbmed.de/ccmedimages/2010/ZBMED-2010545154-8.pdf (aufgesucht am 08.12.2012) Diabetes aktiv behandeln: Gut informiert gut leben. (2010). Diabetes Journal. verfügbar unter http://​www.​zbmed.​de/​ccmedimages/​2010/​ZBMED-2010545154-8.​pdf (aufgesucht am 08.12.2012)
Zurück zum Zitat DIG-Studie: Bei der Diabetes-Therapie schneidet Deutschland gut ab. (2006) Forschung und Praxis. verfügbar unter: http://www.zbmed.de/ccmedimages/2006/57268.pdf (aufgesucht am 08.12.2012) DIG-Studie: Bei der Diabetes-Therapie schneidet Deutschland gut ab. (2006) Forschung und Praxis. verfügbar unter: http://​www.​zbmed.​de/​ccmedimages/​2006/​57268.​pdf (aufgesucht am 08.12.2012)
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Zurück zum Zitat Towle A, Godolphin W (1999) Framework for teaching and learning informed shared decision making. BMJ 319(7212):766–71PubMedCrossRef Towle A, Godolphin W (1999) Framework for teaching and learning informed shared decision making. BMJ 319(7212):766–71PubMedCrossRef
Metadaten
Titel
Diabetesbehandlung auf dem Prüfstand – Therapeuten und Patienten im Gespräch
verfasst von
Sylvia Sänger
Stephan Herpertz, Prof. Dr.
Frank Petrak, Prof. Dr. rer. soc., Dipl.-Psych.
Copyright-Jahr
2013
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-642-29908-7_25

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