Augenbeteiligung bei Diabetes mellitus
- 19.11.2025
- Diabetische Retinopathie
- CME
- Verfasst von
- Dr. med. Stefaniya Boneva
- Prof. Dr. med. Hansjürgen Agostini
- Erschienen in
- Die Diabetologie | Ausgabe 2/2026
Zusammenfassung
Die Diabetische Retinopathie (DR) ist die häufigste Ursache für Erblindung im Erwerbsalter. In Deutschland sind 1,53 % (1.267.000) betroffen, was 21,7 % der Menschen mit Diabetes mellitus (DM) entspricht. Die DR wird durch ischämische Mikroangiopathie mit zusätzlicher neurodegenerativer Komponente verursacht. Die frühe nichtproliferative DR, die häufig mit einem diabetischen Makulaödem auftritt, kann in die schwere proliferative Form übergehen, bei der vermehrt sezernierte angiogene Botenstoffe zu Störungen der Blut-Retina-Schranke und Gefäßneubildung mit visusbedrohenden Komplikationen führen. Die weltweit zunehmende DM-Inzidenz mit extrapolierter Prävalenz von 161 Mio. Menschen mit DR in 2045 macht die Augenerkrankung zur zunehmenden medizinischen und sozioökonomischen Herausforderung. Während die Einführung der Laser- und intraokularen Antikörpertherapie gegen den „vascular endothelial growth factor“ die Behandlung der DR revolutionierte, bleiben die frühe Diagnostik und konsequente interdisziplinäre Therapie unerlässlich, um langfristige Netzhautschäden zu vermeiden.
- Titel
- Augenbeteiligung bei Diabetes mellitus
- Verfasst von
-
Dr. med. Stefaniya Boneva
Prof. Dr. med. Hansjürgen Agostini
- Publikationsdatum
- 19.11.2025
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Diabetische Retinopathie
Diabetes in der Hausarztpraxis
Augenbeteiligung bei Allgemeinkrankheiten
Diabetische Retinopathie
Diabetes mellitus
Laser
Erkrankungen der Netzhaut
Typ-2-Diabetes
Diabetologie
Diabetische Nephropathie - Erschienen in
-
Die Diabetologie / Ausgabe 2/2026
Print ISSN: 2731-7447
Elektronische ISSN: 2731-7455 - DOI
- https://doi.org/10.1007/s11428-025-01394-y
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