Zum Inhalt
Die Diabetologie

Augenbeteiligung bei Diabetes mellitus

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Diabetische Retinopathie (DR) ist die häufigste Ursache für Erblindung im Erwerbsalter. In Deutschland sind 1,53 % (1.267.000) betroffen, was 21,7 % der Menschen mit Diabetes mellitus (DM) entspricht. Die DR wird durch ischämische Mikroangiopathie mit zusätzlicher neurodegenerativer Komponente verursacht. Die frühe nichtproliferative DR, die häufig mit einem diabetischen Makulaödem auftritt, kann in die schwere proliferative Form übergehen, bei der vermehrt sezernierte angiogene Botenstoffe zu Störungen der Blut-Retina-Schranke und Gefäßneubildung mit visusbedrohenden Komplikationen führen. Die weltweit zunehmende DM-Inzidenz mit extrapolierter Prävalenz von 161 Mio. Menschen mit DR in 2045 macht die Augenerkrankung zur zunehmenden medizinischen und sozioökonomischen Herausforderung. Während die Einführung der Laser- und intraokularen Antikörpertherapie gegen den „vascular endothelial growth factor“ die Behandlung der DR revolutionierte, bleiben die frühe Diagnostik und konsequente interdisziplinäre Therapie unerlässlich, um langfristige Netzhautschäden zu vermeiden.
Titel
Augenbeteiligung bei Diabetes mellitus
Verfasst von
Dr. med. Stefaniya Boneva
Prof. Dr. med. Hansjürgen Agostini
Publikationsdatum
19.11.2025
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.
Bildnachweise
Diabetische Retinopathie/© Hammes H-P / Springer-Verlag 2011, DDG Logo/© science photo library / Agentur Focus