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Die Onkologie

Diagnostik des malignen Melanoms

  • 01.08.2009
  • Leitthema
Erschienen in:

Zusammenfassung

Weltweit steigt die Inzidenz beim malignen Melanom. Hingegen sinkt die durchschnittliche Tumordicke als wichtigster prognostischer Faktor für Morbidität und Mortalität deutlich. Die Früherkennung ist bisher mangels therapeutischen Möglichkeiten im fortgeschrittenen Stadium die bestmögliche und kostengünstigste Therapie. Melanome wachsen, bis auf das in wenigen Wochen rasch anwachsende noduläre Melanom, im Anfangsstadium eher über Monate. Gut umsetzbare diagnostische Algorithmen für Melanome der Haut, Nägel und Schleimhäute sind etabliert. Amelanotische Melanome sowie Melanome des Augenbereichs und während oder kurz nach der Schwangerschaft auftretende Melanome sind diagnostisch eine Herausforderung. Die Kenntnis des großen Bereichs der Differenzialdiagnosen pigmentierter und nichtpigmentierter Hauttumoren ist hierbei eine wesentliche Voraussetzung. Der Einsatz der Dermatoskopie, teils mit Verlaufskontrollen innerhalb von 3 Monaten, verbessert die klinische diagnostische Treffsicherheit um bis zu 30%. Seit Juli 2008 ist ein klinischer Hautcheck ab dem 35. Lebensjahr für gesetzlich versicherte Patienten jedes 2. Jahr möglich, was die Eigenverantwortung der Selbstuntersuchung nicht ersetzen darf.
Titel
Diagnostik des malignen Melanoms
Verfasst von
Prof. Dr. A. Blum
Publikationsdatum
01.08.2009
Verlag
Springer-Verlag
Erschienen in
Die Onkologie / Ausgabe 8/2009
Print ISSN: 2731-7226
Elektronische ISSN: 2731-7234
DOI
https://doi.org/10.1007/s00761-009-1633-0
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